25 Jahre nach „Brent Spar“-Kampagne:

Shell plant die Nordsee mit 11.000 Tonnen Öl zu verschmutzen! Christian Bussau

 

Referent des Abends ist Christian Bussau. Er war 1995 als Aktivist auf der Brent Spar vor Ort und arbeitet heute als Leiter der Meereskampagne bei Greenpeace.

 

 

 

Auch ein Vierteljahrhundert nach der „Brent Spar“-Kampagne, die am 30. April 1995 begann, bedroht Shell weiterhin das Meer: Nach konzerneigenen Angaben will Shell nun die Reste von drei alten Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee zurücklassen und deren toxischen Inhalt nicht umweltgerecht an Land entsorgen. Gegen diese Pläne protestierten Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Schiff Rainbow Warrior im Oktober 2019 im Brent-Ölfeld von Shell.
Shell reichte im vergangenen Jahr die Pläne zum Verbleib der 11.000 Tonnen Öl bei der britischen Regierung zur Genehmigung ein, die diese unterstützt und der OSPAR-Kommission (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks)  vorlegte. Eine Zustimmung könnte einen Präzedenzfall für andere Ölkonzerne schaffen. Die deutsche Regierung legte einen offiziellen Widerspruch gegen die Pläne ein, ebenso sprechen sich die Regierungen von Schweden, Belgien, Dänemark und den Niederlanden sowie die EU gegen den Verbleib von 11.000 Tonnen Öl im Meer aus. Das Ergebnis ist noch offen. Wenn das Öl aus den Betonsockeln der Plattformen in das Meer gelangt, ist die Bedrohung massiv: Öl ist eine giftige Substanz, die krebserregende Stoffe enthält. Gelangen solche Stoffe in die Nahrungskette, werden Meereslebewesen und Menschen gefährdet.

 

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