🌲🌳🍃 Unsere Wälder sind wichtige Verbündete im Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. Wir erkunden sie zu Fuß oder auf dem Fahrrad, sammeln Pilze oder Kräuter, joggen, wandern und spazieren, lauschen Vögeln und dem Rauschen der Blätter, erleben den Wechsel der Jahreszeiten, erholen oder gruseln uns, forschen, sammeln, lernen oder spielen.
Und finden so ein Stück weit zurück zu uns selbst, spüren die Verbundenheit der Dinge im Wald. 

In der Wildnis liegt die Rettung der Welt
- Henry David Thoreau

Doch ihre Ausbeutung schreitet weltweit voran. Auch bei uns in Deutschland sind nur sehr wenige Waldgebiete ausreichend vor Zerstörung geschützt. Selbst in Wäldern, die per Gesetz einen Schutzstatus haben, werden Bäume gefällt. Ausreichend geschützt sind nur 2,8 Prozent der Wälder in Deutschland - in sie darf nicht eingegriffen werden und sie können sich natürlich weiterentwickeln. Wälder in Deutschland benötigen mehr Schutz, damit sie sich natürlich entwickeln können.



Dafür braucht es nicht nur engagierte Waldfreunde wie euch und den politischen Willen, sondern auch eine starke Grundlage. Ein sinnvolles Gesetz, das den Wert unserer Wälder anerkennt - für uns und alle Generationen, die noch kommen werden - denn der Wald ist so viel mehr als Holz! 

Das erste Mal seit 1975 wird aktuell ein neues BundesWaldGesetz (BWaldG) erarbeitet!
Eine historische Chance unseren Wäldern langfristig den Schutz zuzuschreiben, den sie brauchen, um uns auch weiterhin als Lebensgrundlage zu dienen.


📑 Wir fordern daher, dass …

👉 Klima- und Biodiversitätsschutz im Bundeswaldgesetz fest verankert werden

Denn Wälder sind natürliche Klima- und Biodiversitätsschützer und dies soll der gesetzliche Rahmen in Deutschland widerspiegeln.

Diese Klimaschutzfunktion muss auch im Ziel des BWaldG eindeutig benannt werden, damit sich die Waldbewirtschaftung an ihr orientiert und die Holzproduktion ihr untergeordnet wird.

Daneben sollen auch die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie, zusätzlich zu Förderprogrammen und Schutzgebietsausweisungen, im nationalen Waldgesetz festgelegt werden.   

Das Bundeswaldgesetz soll dem Landwirtschafts- und dem Umweltministerium die Kompetenz zusprechen, aus Gründen des Klima- oder Biodiversitätsschutzes Einschlagstopps zu verhängen. Sollte eine übermäßige Holznutzung die Klimaschutzleistungen der Wälder beeinträchtigen, könnte ein Einschlagstopp die Wälder schonen.


👉 Neue Mindeststandards die Übernutzung unserer Wälder endlich wirksam beenden.

Es bedarf Vorgaben zur allgemeinwohlorientierten Waldnutzung, um dem benötigten Schutz unserer Lebensgrundlagen gerecht zu werden. Das sind Standards für das Waldmanagement wie:

  • Ein Waldmanagement, dass sich an den natürlichen Dynamiken des Waldes orientiert

  • Entwicklung von Laubmischwäldern 🌳🌲🌳🍃

  • Keine Monokulturen 🌲🌲🌲🌲

  • Keine Plantagenwirtschaft mit gleichaltrigen Individuen

  • standortgerechten und heimischen Baumarten

  • Erneuerung/Verjüngung primär durch Naturverjüngung ermöglichen

  • einzelstammweisen Nutzung der Bäume

  • Keine Kahlschläge 🪓

  • Mind. 60 m Rückegassenabstand

  • mindestens 10% des Holzvorrates muss als stehendes und liegendes Biotopholz im Wald garantiert werden

  • Der Erhalt von Habitatbäumen 🦉


👉 Das neue BWaldG muss eine höhere Handlungsfähigkeit des Staates garantieren und die Vorbildwirkung des Staats durch den beispielhaften Schutz der Ökosystemfunktionen in öffentlichen Wäldern umsetzen.

In öffentlichen Wäldern (Wald des Bundes, der Länder und der Kommunen) soll ein vorbildliches, ökosystembasiertes Waldmanagement durchgeführt werden. Diese Institutionen stehen in der Pflicht, für das Gemeinwohl vitale und resiliente Wälder zu erhalten und wiederherzustellen. Ganz konkret muss dabei das Ziel realisiert und gesetzlich verankert werden, das bereits im Koalitionsvertrag festgelegt wurde: dass in alten, naturnahen Buchenwäldern in öffentlichem Besitz kein Holzeinschlag stattfindet.


👉 Für den Privatwald fordern wir die dringend notwendige Ökologiepflichtigkeit des Eigentums.

Das Grundrecht auf Eigentum umfasst nicht nur die Freiheit, eigenständig über die Nutzung zu entscheiden, sondern auch den Grundsatz der Sozialpflichtigkeit. Das bedeutet, dass das Eigentum auch für die Allgemeinheit positiv wirken muss. Daher fordern wir, dass bei Eigentum an Grund und Boden auch eine Ökologiepflichtigkeit eingeführt wird.  Diese soll die Art und Weise der Nutzung des Eigentums den ökologischen Bedürfnisse der Allgemeinheit unterstellen.



Überall in Deutschland sind Wälder bedroht. Großen Projekte für den Ausbau von Infrastruktur wie Autobahnen, Kanälen, Energieparks, Exporte für’s Ausland oder der Abbau von Ressourcen wie Kies und das wachsende Verlangen nach Holz als Rohstoff für Klopapier, billige Möbel und Verpackungen sorgen dafür, dass unsere letzten, wenigen Wälder zunehmend verschwinden - zugunsten einer unendlich hungrigen und verschwenderischen Lebensweise 🌳⛔🌲
Der Widerstand wächst und schon heute sind zahlreiche Bäume besetzt und auch gerichtlich wird gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen vorgegangen.

Deswegen brauchen wir ein starkes BundesWaldGesetz! Deswegen brauchen wir euch!
👉 Bestellt euch unten ein Handbanner: “Wald - Mehr als Holz!”
👉Macht einen Ausflug in euren Wald, wo es entweder besonders schön und schützenswert ist oder bereits an einen Ort der Zerstörung und Rodung (wie z. Bsp. hier in den Kapaten im Frühjahr).

+++ Update 17.01.24 - Aktion wurde vorerst beendet - vielen Dank! +++

😎 Achtet dabei darauf, dass ihr euch mit der Aktion nicht in Schwierigkeiten begebt und schickt mir die Fotos der Aktion mit Infos dazu an [email protected]

Für eine gemeinsame Vision von Wäldern in Deutschland die #MehrAlsHolz sind!
💚🌲🌳