Giftiger Obstsalat: Pestizide aus D in brasilianischem Obst

Melanie Manegold Greenpeace e.V. • 19 May 2021
in der Gruppe Themengruppe Wald

Neuer Greenpeace-Report: "Giftiger Handel: EU-Mercosur-Abkommen stoppen. Pestizide aus Deutschland in brasilianischem Obst"

Es gibt viele Gründe, die gegen das Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten sprechen. Einer davon ist der 💣 💣 💣 drohende Anstieg vom Handel mit Pestiziden 💣 💣 💣.

Konzerne wie BASF und Bayer würden sich über einen schnellen Abschluss des Handelsabkommen freuen, denn aufgrund von steigenden Exporten von teils hochgefährlichen Pestizide würden sie ordentlich davon profitieren. Mehr als zwei Drittel der Wirkstoffe, die die deutschen Unternehmen in Brasilien verkaufen, sind als hochgefährliche Pestizide eingestuft. Zahlreiche Wirkstoffe sind in der EU nicht zugelassen. 

Ein toxischer Kreislauf, denn die belasteten Früchte landen wiederum in Deutschland in unserem Obstsalat.

Heute, einen Tag vor dem EU-Handelsminister:innen-Rat, demonstrieren Greenpeace Aktive am Wirtschaftsministerium in Berlin für den Stopp des EU-Mercosur Handelsabkommens. Denn das Wirtschaftsministerium hält bislang an dem Handelsabkommen fest. Unser Wirtschaftsminister Altmaier stellt damit die Interessen weniger deutscher Großkonzerne über die Gesundheit der Menschen und den Umweltschutz.

Gordon Welters / Greenpeace
© Gordon Welters / Greenpeace

 

Für die Studie hat Greenpeace importiertes Obst aus Brasilien aus Supermärkten, Discountern, Großmärkten und einem Feinkostladen getestet, insgesamt 70 Proben der Obstsorten Papaya, Mango, Limette, Melone und Feige. Ein unabhängiges und zertifiziertes Labor hat die Proben anschließend untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend:

  • 59 der 70 Proben waren mit Rückständen von insgesamt 35 verschiedenen Wirkstoffen belastet
  • 21 Wirkstoffe davon aus der Kategorie “hoch gefährliche Pestizide” (Highly Hazardous Pesticides, HHP)
  • 4 Proben überschritten die zulässigen Höchstmengen
  • 11 Wirkstoffe, deren Einsatz in der EU nicht erlaubt ist
  • über die Hälfte der Proben war mehrfach belastet, auf manchen fanden sich bis zu 9 verschiedene Pestizide
  • 64 Prozent der Proben weisen  Mehrfachrückstände auf, also ein Cocktail aus verschiedenen Pestiziden auf einer Probe.

Die Studie zum Nachlesen findet ihr hier. Bitte lest euch ebenfalls unsere Presseerklärung zur heutigen Aktivität in Berlin und unseren Webseitenartikel dazu durch. 

 

📢 Die Greenpeace-Petition gegen den Klima-Killer EU-Mercosur-Abkommen könnt ihr 🎯 hier 🎯 unterschreiben, wenn nicht schon längst erledigt. 🌈

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