für den Schutz der Wälder

Schutz der Wälder

unsere Verbündeten im Kampf gegen die Erderhitzung

Ausbeutung der Wälder stoppen!

Wälder regulieren unser Klima und sind wertvoller Lebensraum für Mensch und Tier. Neben den Weltmeeren sind sie die artenreichsten und produktivsten Lebensräume der Erde. Sie speichern fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs. Leider gehört Waldzerstörung weltweit zu den größten von Menschen verursachten Eingriffen in die Natur. Alle 3 bis 4 Sekunden wird weltweit Wald in der Größe eines Fußballfeldes zerstört. Überwiegend für den Anbau von Agrarrohstoffen wie zum Beispiel Soja als Futter fürs Vieh oder Ölpalmen für die Produktion von Schokocreme, Shampoo oder Pizza. Wollen wir die Klimakrise aufhalten, müssen wir die Wälder schützen. Denn Wälder sind die besten natürliche Klimalösung, da sie klimaschädliches CO2 aus der Atmosphäre entfernen und den Kohlenstoff im Holz und in den Waldböden speichern!

Was Greenpeace für die Wälder erreichen möchte:

  • Zerstörung der Wälder und anderer natürlicher Ökosysteme stoppen - Urwälder schützen
  • Förderung einer ökologischen und sozial gerechten Waldwirtschaft
  • Erhöhung der weltweiten Waldflächen
  • Gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen, in Lieferketten Umweltschutz und Menschenrechte zu achten.

Derzeit arbeitet das Wald-Team von Greenpeace Deutschland schwerpunktmäßig zu zwei Themen. Das ist zum einen der Schutz des Amazonas und zum anderen die Situation der Wälder in Deuschland.

Der Amazonas-Regenwald ist der größte tropische Regenwald und speichert zwischen 80 und 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Mit jedem Hektar, der weiter verloren geht, schwächen wir unseren natürlichen Verbündeten in der Klimakrise und schaden dem Klima doppelt. Seit Beginn des Jahres gab es über 80.000 Warnhinweise für Feuer in Brasilien, davon über 40.000 in Wäldern. Die Daten beruhen auf satellitenbild-gestützten Auswertungen des brasilianischen Raumfahrt-Instituts. Eine Einschätzung der aktuellen Lage in Brasilien, insbesondere auf die zahlreichen Waldbrände derzeit, gibt es im Interview von Oliver Salge nachlesen. Oliver Salge wr bis vor einigen Jahren Waldkampaigner bei Greenpeace Deutschland und ist jetzt internationale Kampagnenkoordinator für Greenpeace im Amazonasgebiet. Wer sich unserer Forderung an die brasilianische Regierung den Amazonas-Regenwald zu schützen anschließen möchte, der kann direkt unsere Petition unterzeichen. Und weist gerne auch eure Freunde und Bekannten darauf hin. Abdr nicht nur die brasilianische Regierung, sondern auch die deutsche Regierung könnte direkt was für den Schutz des Regenwaldes tun. Ein Gesetz, dass Unternehmen dazu verpflichtet, auch im Ausland Menschenrechte und Umweltschutz zu achten, würde dem Amazonas und anderen Waldgebieten der Erde direkt zu Gute kommen. Zeichen Sie unsere Petition für ein Lieferkettengesetz und erzählen Sie ihren Freunden und Bekannten davon. :)

Aber auch bei uns ins Deutschland geht es dem Wald schlecht. Die klimabedingt stark zunehmenden Wetterextreme, insbesondere starke Hitze und lange Trockenperioden, befördern zunehmend das flächige Absterben von alten Waldbeständen. Nach Jahrzehnten intensivster ökonomischer Nutzung und Auflichtung der Waldbestände haben vor allem naturferne Forsten ihre Resilienz eingebüßt. Was der Wald in Deutschland dringend braucht ist ein Paradigmenwechsel von Intensiv-Holzwirtschaft in Forsten hin zu einer
naturnahen Waldnutzung, die den Lebensraum und die Klimabedeutung des Waldes in den Fokus rückt und ihn nicht mehr zum bloßen Holzlieferanten degradiert. Naturnah bewirtschaftete Wälder sind resilienter und besser gerüstet für zukünftige Trockenheit, Hitzewellen, Stürme und Insektenbefall und speichern somit mehr CO2 auf dauerhaftere Weise.

Ein breites Bündnis aus Naturschutzverbänden, Wissenschaftlern, Forstpraktikern, Waldbesitzern und vielen anderen Akteuren hat sich in einem offenen Brief an Ministeren Klöckner gewandt und darin eine konsequente Abkehr von der Plantagenwirtschaft und eine radikale Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt, gefordert. Greenpeace hat den Brief mitgezeichnet. Für Greenpeace sind die drei wichtigsten Sofortmaßnahmen gegen das derzeitige Waldsterben:

  1. Wälder verjüngen sich natürlich von selbst und werden nicht als Forste mit nur wenigen Baumarten und enger genetischen Varianz gepflanzt.
  2. Nur einzelne Bäume werden geerntet und weniger als 50% des Holzzuwachses darf gefällt werden. Die im Wald bleibenden Bäume sind wichtiger als die gefällten und entnommenen Stämme. Der CO2-Speicher in den Wäldern kann wieder zu seinem natürlichen Niveau anwachsen und einen erheblichen Senkenbeitrag für Deutschlands Klimabilanz leisten (ca. 48 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr).
  3. Bäume dürfen wieder groß, dick und erwachsen werden und werden nicht im jugendlichen Alter von wenigen Jahrzehnten fällen.

Wie eine Waldwende funktionieren kann, hat Greenpeace in Zusammenarbeit mit der Naturwald Akademie erarbeitet und im Lösungspapier "Wege aus der Waldkrise - vom Forst zum natürlichen Klimaregler" veröffentlicht.

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, dann lege dir einen Account auf Greenwire an. In der Themengruppe Wald kannst du dich auch ohne einene eigenen Account informieren und spannende Hintergrundinformationen nachlesen, dich von Mitmachangeboten inspirieren lassen selbst für den Schutz unserer Wälder aktiv zu werden. Wenn du dich mit anderen rund um das Thema Wälder austauschen oder mitdiskutieren möchtest, dann brauchst du dafür einen Account. Geht ganz schnell und tut auch gar nicht weh ;) . Viel Spaß und je mehr Menschen in der Community aktiv sind, desto brereichernder ist es für uns alle.

10 Tipps, was du im Alltag für den Schutz der Wälder tun kannst:

1. Fleisch: Weniger ist mehr! Ganz weglassen noch besser

Für den Anbau von Soja werden in Brasilien und Argentinien üppige Wälder vernichtet. Europa ist nach China der zweitgrößte Importeur von Soja – rund 33 Millionen Tonnen kommen jährlich meist über den Seeweg nach Europa, um an jene Tiere verfüttert zu werden, die auf dem Grill oder in der Pfanne landen.  87 Prozent des Import-Sojas landet in europäischen Futtertrögen – zum Beispiel in der Schweinemast.

2. Offline einkaufen

Einmal zum Mond und fast zurück: So würden sich die im Jahr 2017 in Deutschlan getätigten rund 3,4 Milliarden Online-Bestellungen stapeln lassen – bei einer Pakethöhe von 20 Zentimetern. Viele Versandpakete bestehen aus Frischfaserpapier und werden zudem nicht wiederverwendet. Daher vor jeder Bestellung beispielsweise an die Wälder des Nordens denken, die unter anderem dafür abgeholzt werden, und überlegen: Brauche ich das wirklich? Wenn ja, wo kann ich es bei mir um die Ecke bekommen? Wenn am Ende dennoch der Bote klingelt, möglichst den Karton weiter verwenden.

3. Regional, saisonal, aus biologischem Anbau 

Insbesondere in Fertigprodukten wie Tiefkühlpizza, Tütensuppen, Keksen, Snacks und Süßigkeiten können Zutaten stecken, für die Wald zerstört wurde. Das lässt sich mit dem Kauf von Produkten verhindern, die in der Umgebung wachsen. Selber kochen und backen mit Zutaten aus der Region ist auch besser fürs Klima.

4. Naturkosmetik kaufen oder selber machen

Auch in Kosmetikprodukten können Inhaltsstoffe wie Palmöl aus zweifelhaften Quellen stecken. Wer das vermeiden will, rührt entweder selber Peeling oder Creme zusammen – oder greift zu Bio-Produkten. Die Zeiten von langweiligen Seifen und schlecht einziehenden Cremes sind lange vorbei – mittlerweile gibt es für viele Ansprüche eine wunderbare Auswahl. Positiver Nebeneffekt: Damit verschwindet auch Mikroplastik aus dem Badezimmer.

5. Papier kommt nur recycelt in die Tüte

Ob Klo-, Schreib- oder Druckerpapier – es sollte aus recyceltem Papier hergestellt sein. Der blaue Engel ist ein vertrauenswürdiges Siegel. Warum andere Label wie PEFC und FSC keine gute Alternative für Frischfaser-Papier sind, erklärt Christoph Thies, Greenpeace-Experte für Wälder, im Interview.

Apropos wiederverwerten: Geben Sie jedem Blatt eine zweite Chance, indem Sie die Rückseite von beispielsweise Kalenderblättern oder Ausdrucken als Notizzettel nutzen.

6. Öfter mal unverpackt kaufen

Warum die Zahncreme-Tube auch noch in einem Karton stecken muss, erschließt sich gar nicht. Bei Nudeln kann man es vielleicht noch verstehen. Doch auch die sowie viele andere Produkte gibt es gänzlich unverpackt – in immer mehr Unverpackt-Läden.

7. Möbel verdienen ein langes Leben 

Der Küchentisch von den Großeltern, der Schrank vom Flohmarkt und der schäbige Stuhl braucht nur neuen Lack: Gebraucht statt neu schont Portemonnaie und Umwelt. Und wenn die Tischbeine – vom Holzwurm zerfressen – nicht mehr zu retten sind, kann die Platte umgebaut zum Regal immer noch ein nützliches Schmuckstück werden.

Wenn doch was Neues nötig ist, möglichst Holz aus heimischen Anbau mit FSC- oder Naturland-Siegel kaufen. Aber Achtung, das FSC-Siegel hat beim importierten Holz seine Tücken

8. Lebensmittel essen, statt wegschmeißen

Der schimmelnde Joghurt, das steinharte Brot – in Deutschland landen große Mengen Lebensmittel auf dem Müll. Am besten einen Wochenplan machen und nur das einkaufen, was wirklich benötigt und zubereitet wird. Für jedes Produkt wurden irgendwo auf der Welt Agrarrohstoffe angebaut. Landfläche ist eine wertvolle Ressource – auf der nicht Lebensmittel für den Müll wachsen sollten. 

9. Mitmachen bei Greenpeace

Das geht auf verschiedenen Wegen:

>>> Unterschreiben Sie unsere Petition. Denn Greenpeace kämpft gemeinsam mit Indigenen in Brasilien für den Schutz des Regenwaldes.  

>>> Online oder Offline - wir brauchen jede helfende Hand, jedes Talent, jede Idee, jede Spende. Lesen Sie hier, wie Sie Greenpeace unterstützen können.

>>> Waldzerstörung findet nicht nur in fernen Ländern statt. Verbreiten Sie unsere Waldvision unter Förstern und Politik, denn eine ökologische Waldnutzung schützt Klima und Artenvielfalt.

10. Und als Bonus: einen Baum pflanzen …

… für sich selbst, für die Liebsten, für die Kinder. Oder weil Äpfel lecker sind und Birken schön – und Sie damit einen kleinen Beitrag für den Klima- und Artenschutz leisten können. Denn jeder Baum zählt.