für eine nachhaltige Landwirtschaft

Besser essen

Her mit dem guten Leben!

Industrielle Massenproduktion gefährdet unsere Lebensgrundlagen

Landwirtschaft betrifft uns alle, denn es geht um unsere Lebensgrundlagen: Erde, Wasser, Luft und Nahrung. Die industrialisierte Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, exzessivem Pestizideinsatz und Massentierhaltung schadet dem Klima und beschleunigt das Artensterben. Wir brauchen eine moderne, gesunde Landwirtschaft, die das Klima, unser Wasser, Böden und Tiere schützt.

Unsere Vision:

  • Landwirte, die in großer Zahl konsequent auf ökologischen Landbau umstellen.
  • Verbraucher, die dafür sorgen, dass Produkte der industrialisierten Landwirtschaft keinen Absatz (mehr) finden und die ökologisch und qualitativ hochwertige Produkte in der richtigen Menge kaufen.

Toll, dass du hier bist! Entdecke zum Beispiel spannende Informationen und weitere Mitmachmöglichkeiten in der Themengruppe Nachhaltige Landwirtschaft. Lass dich dich von anderen inspirieren und teile deine Ideen - werde Teil der Bewegung für mehr Klima- und Artenschutz in der Landwirtschaft. Aktuell: Setze dich gegen Billigfleisch und für mehr Bio in Kitas, Schulen und Co ein. Unterschreibe für eine klimafreundliche EU-Agrarpolitik.

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen, dich austauschen und gemeinsam mit anderen aktiv werden möchtest, dann lege dir einen Account auf Greenwire an.

Das kannst du im Alltag tun:

Wir haben 10 Tipps für dich, mit denen du zum Alltagshelden werden und gleichzeitig genießen kannst:

1. GESCHÄFTE MIT KRUMMEN DINGERN

Gib zweibeinigen Möhren und knorrigen Kartoffeln eine Chance. Denn oft bleibt das eigenwillig geformte Gemüse im Supermarkt liegen – sofern es den Weg dorthin überhaupt geschafft hat. Vieles, was nicht in Größe, Form und Farbe die Erwartungen der Kunden erfüllt, bleibt bereits auf dem Acker liegen. Eine Verschwendung, die wir uns eigentlich nicht leisten können.

Abwechslung von der Norm-Gurke liefert zum Beispiel Etepetete. Du kannst aber auch auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen nach aussortiertem Grünzeug fragen.

2. ZURÜCK ZUR SCHOLLE

Wenn nicht du, sondern Zucchini, Tomaten oder Bohnen den Liegestuhl auf dem Balkon einnehmen, ist es Zeit für ein Stückchen Land – vielleicht sogar mit Kuh. Kaufe dir dafür einen Ernteanteil auf einem Hof in Ihrer Nähe. Über einen monatlichen Beitrag sicherst du dir nicht nur Ihren Anteil an frischem Gemüse, Molkereiprodukten und – wenn gewünscht – Fleisch. Du kannst – musst aber nicht – selbst zu Spaten und Forke greifen und so deine eigenen Lebensmittel produzieren.

3. DIE FRÜCHTE ERNTEN

Kostenlos, frisch, regional: In unseren Städten und Gemeinden wachsen Obstbäume und -Sträucher auf öffentlichem Grund – und sind somit Allgemeingut. Greif zu – das ist ganz legal! Die Plattform Mundraub zeigt, was du in deiner Nähe ernten kannst. Dort kannst du auch verwaiste Obst- und Gemüsepflanzen angeben.

4. FLEISCHLOS GLÜCKLICH

Iss wenig Fleisch und wenn, dann welches aus guter Tierhaltung – das schont Klima und Gesundheit. Konventionelle Mastanlagen produzieren oft nicht nur Tierleid, sondern auch jede Menge Umweltprobleme. Verzichte deshalb auf Billigfleisch; was sich hinter den Siegeln auf der Verpackung verbirgt, verrät unser Ratgeber. Und dass vegetarisches Essen weder langweilig noch aufwendig ist, beweist zum Beispiel „Krautkopf“

Organisiere eine Food Swap Party und lade Freund*innen, Bekannte oder Unbekannte ein, um gemeinsam die Vielfalt auf dem Teller zu entdecken.Unsere Toolbox enthält alles, damit deine Food Swap Party ein voller Erfolg wird: Namenstischkarten, Etiketten für Marmeladengläser & Co,  Sticker für vegetarisch, vegan, saisonal und regional und Postkarten. 

5. BUDDELN IM GEMEINSCHAFTSGARTEN

Welch ein Triumph: Aus dem eigens gesetzten Samenkorn ist eine üppige Pflanze mit stattlichen Tomaten geworden – auf einer öffentlichen Brachfläche, die man gemeinsam mit anderen Städtern beackert. Alte Sorten, keine Pestizide – du hast in der Hand, was dort wie wächst. Suche zum Beispiel „urban gardening“ plus Stadtnamen – und finde Projekte in deiner Nähe.

6. AUF DEN TELLER STATT IN DEN MÜLL

Wird nicht schlecht: Schnaps oder Salz sind Anschaffungen fürs Leben. Aber auch andere Lebensmittel halten länger als das Datum glauben lässt. Wie man mit abgelaufenen, aber absolut tadellosen Lebensmitteln zu unerwartetem Genuss kommt, erfährst du hier oder bei foodsharing.de.

7. GRILL GUT

Grillen geht auch ohne Fleisch – wirklich! Probiere zum Beispiel mit Olivenöl, Kräutern und Knoblauch marinierte Kürbisspalten. Köstlich. Aber nicht nur das Fleisch auf dem Rost ist ein Problem. Lies die von Umweltbundesamt zusammengestellten Tipps für gesundes und umweltschonendes Grillen.

8. GUTER FANG

Damit künftige Generationen noch was zum Fischen haben, müssen wir heute unseren Fischkonsum auf ein verträgliches Maß zurückschrauben. Viele Bestände sind bereits überfischt. Worauf du beim Einkauf schauen kannst, erfährst du hier

9. FUTTERN OHNE GENTECHNIK

Produkte, die gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, sind in Deutschlands Supermärkten kaum zu finden. Anders sieht es bei tierischen Lebensmitteln wie Milch, Eier oder Fleisch aus. In den Trögen der Tiere landen oft Gen-Pflanzen. Garantiert frei davon sind Bio-Produkte und konventionelle Ware mit dem „Ohne Gentechnik“-Logo. 

10. BIO AUS DER REGION INS KÖRBCHEN

Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.