Protestaktion: Die Wahrheit hinter dem Bärenmarke-Idyll

Elena Welsch
Elena Welsch Greenpeace Ortsgruppe • 15 Oktober 2023
in der Gruppe Greenpeace Aachen

Am Samstag, den 14. Oktober, war unsere LaWiTox-Gruppe in verschiedenen Supermärkten in Aachen unterwegs, um auf das Leid der Kühe bei der Erzeugung der Bärenmarke-Milch aufmerksam zu machen.

Bärenmarke Milchpackungen mit StickerDie Molkerei Hochwald verlangt einen hohen Preis für Bärenmarke-Produkte, ohne entsprechende Qualität zu liefern. Anders als Bio- oder Weidemilch verbessert sie nicht das Tierwohl oder zahlt Milcherzeuger:innen faire Preise. Die Kühe werden fast ausschließlich im Stall gehalten, teilweise in Anbindehaltung. Die Haltungsbedingungen in den Ställen, die hierzulande bislang in keiner Verordnung geregelt sind, entsprechen vielfach nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes.

Greenpeace fordert die Umstellung auf Weidemilch

Aktivist:innen von Greenpeace AachenKühe stoßen klimaschädliches Methan aus und sind inzwischen so hochgezüchtet, dass sie Kraftfutter benötigen, das einen Großteil der Ackerfläche belegt. Greenpeace fordert von der Bärenmarke-Molkerei Hochwald, umgehend kenntlich zu machen, wie die Kühe gehalten werden, von denen die Milch stammt. Außerdem sollen sämtliche Produkte von Bärenmarke sofort auf Milch von Kühen umgestellt werden, die mindestens nach Pro-Weideland-Standard gehalten werden. Also an mindestens 120 Tagen für sechs Stunden weiden können. Und für die jährlich mindestens 2000 Quadratmeter Grünland zur Verfügung stehen. 

Bärenmarke soll Werbeversprechen auch einlösen

Hochwald versucht mit hohem Marketingbudget und dem über Jahrzehnte gepflegten Image des Bären die Premiumpreise am Markt durchzusetzen. Allerdings belegt eine Analyse von Greenpeace, dass Bärenmarke kein qualitativ besonders hochwertiges Produkt verkauft: Milch von Weidekühen enthält deutlich mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren. 

Hier kannst du mit nur wenigen Klicks eine Protestmail an den Geschäftsführer der Bärenmarke senden.