GREENPEACE Aschaffenburg sieht für den Ausbau der B469 keine Notwendigkeit

n.hoefler  Greenpeace Ortsgruppe • 19 November 2021
in der Gruppe Greenpeace Aschaffenburg

Auf einer Strecke von 5,6 Kilometern soll die Bundesstraße B469 verbreitert werden. Ziel ist ein autobahnähnlicher Zustand. Das heißt, zusätzliche Standspuren sowie die Verbreiterung der Fahrspuren und des Mittelstreifens. Für dieses 102,8 Millionen Euro schwere Projekt sollen zudem über 14 Hektar Wald gerodet werden. „Greenpeace Aschaffenburg sieht für den Ausbau keine Notwendigkeit und lehnt diesen daher ab“, meint Niklas Höfler. „Es geht hier nicht um den einzelnen Baum, sondern um das Große und Ganze. Den Wald und den Klimaschutz“, ergänzt er zudem.

 

Aschaffenburg, 13.11.2020 - Unterfranken ist einer der wärmsten Orte im Freistaat Bayern. Die Klimakrise hat uns hier vor Ort fest im Griff. Das bemerken wir nicht nur an immer geringeren Niederschlägen im Jahr, sondern auch an immer wärmer werdenden Temperaturen im Sommer, wie im Winter. Gerade Wälder leiden unter Hitzestress und Trockenheit. Die Folge ist das Absterben derer. Dass, zusätzlich zu diesen Verlusten, Bäume für den Ausbau einer Bundesstraße gerodet werden sollen, erachtet Greenpeace Aschaffenburg als inakzeptabel. 14,18 Hektar Wald, davon 10,37 Hektar Bannwald, soll für einen autobahnähnlichen Zustand der B469 gerodet werden. „Und das obwohl der Wald nicht nur als Kohlenstoffspeicher, sondern auch als natürliche Klimaanlage, eine enorme Rolle im Klimaschutz spielt“, kritisiert Niklas Höfler. Hinzu kommt die unwiderrufliche Versiegelung wertvoller Biotope. „Wir, von Greenpeace Aschaffenburg, sehen durch ein solches Bauvorhaben den Gewässerschutz und die Trinkwasserversorgung in der Region gefährdet“, meint Larissa Gerlach. „Der Bund und der Freistaat Bayern muss der klimafreundlichen Verkehrswende und dem Klimaschutz endlich Vorrang geben. Nur so würden sie die Sorgen der Bevölkerung, insbesondere der jüngeren Generation, Ernst nehmen“ mahnt Niklas Höfler.

Einwendungen können noch bis einschließlich 27.11.2020 bei der Regierung von Unterfranken sowie bei den Marktgemeinden Großostheim und Stockstadt am Main eingereicht werden, informiert Greenpeace Aschaffenburg.

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