Atommüll - Endlagerung

Thomas Teufel Greenpeace Ortsgruppe • 27 November 2020

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Die ach so sauberen Atomkraftwerke hinterlassen leider nach nur wenigen Jahrzehnten Stromlieferung hochradioaktiven Abfall, der 1 Million Jahre sicher gelagert werden muss. Anfangs hat man das nicht so genau genommen und bis in die 90er Jahre über 100 000 Tonnen radioaktiven Müll einfach in Metallfässern ins Meer geworfen (wieder mal das Meer als Müllkippe)! Dort rosten sie langsam vor sich hin und setzen immer mehr Strahlung frei. Großbritannien und die frühere Sowjetunion sind die Hauptverantwortlichen, die Sowjetunion hat sogar mehrere ausgediente Atom-U-Boote samt Kernreaktor einfach im Arktischen Meer versenkt - aus den Augen, aus dem Sinn, so lautet das Motto! Nicht zuletzt durch spektakuläre Greenpeace-Aktionen wurde dieses 1994 verboten und jetzt soll der ganze nukleare Abfall, den man Jahrzehnte verdrängt oder versenkt hat, in Endlagern deponiert werden. Das Problem dabei: es gibt keines!

Nur in Finnland ist eines in Bau, Schweden wird nachziehen, alle anderen Länder produzieren weiter strahlenden Abfall ohne zu wissen wohin mit ihm. In Deutschland hat gerade die Endlager-Kommission den ersten Zwischenbericht vorgelegt, vorwiegend mit der Entscheidung, wer "aus dem Rennen" ist, z.B. auch Gorleben.

Mittlerweile ist Strom aus Atomkraftwerken gegenüber regenerativen Energien nicht mehr konkurrenzfähig. Die Kosten für neue AKW´s sind so hoch, dass in westlichen Ländern kaum mehr welche gebaut werden und die wenigen, wie Hinkley Point C in England, nur mit grotesken Subventionen über Jahrzehnte am Leben gehalten werden können. Die Mär der billigen und sauberen Energie ist endgültig zerbrochen.

Im Nachhinein wundert man sich sehr über die Naivität, mit der die Gefahren radioaktiver Hinterlassenschaften völlig negiert oder gar nicht gesehen wurden. Nachhaltig? 

Sonne und Wind hinterlassen keinen Abfall und der größte Teil der Anlagen ist recyclingfähig (siehe auch Thema "Energiewende").

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