Greenpeace Düsseldorf: UNSERE THEMEN

Jannik Stommel Greenpeace Ortsgruppe • 13 April 2021
in der Gruppe Greenpeace Düsseldorf

zurück zur Startseite

 

 

Themen

 

Unsere Wälder

Beside still waters

Die EU ist für rund 16 % der Naturzerstörung in Wäldern verantwortlich. Bereits seit Ende 2019 ist deshalb ein EU-Gesetz zum Waldschutz in Planung. Damit soll sichergestelllt werden, dass für Waren und Rohstoffe auf dem europäischen Markt keine Wälder, insbesondere außerhalb der EU, zerstört werden. Greenpeace wurden bisher nicht veröffentlichte Dokumente zu diesem Gesetz zugespielt, die aufzeigen, dass das Gesetz in seiner bisherigen Version erhebliche Lücken aufweist. Savannenwälder oder Moore wären zum Beispiel nicht über das geplante Gesetz geschützt, und auch Rohstoffe wie Leder, Kautschuk, Mais, Schweine- und Hühnerfleisch sind nicht in der Gesetzesvorlage berücksichtigt. Die geplanten Sanktionen gegenüber Unternehmen, die das Gesetz nicht einhalten, fallen in dem Entwurf sehr schwach aus. Die EU Kommission hat angekündigt, den Gesetzesentwurf am 22. Dezember 2022 zu veröffentlichen. Da wir in diesem europäischen Gesetz einen wichtigen Hebel sehen, um global beim Thema “Schutz natürlicher Ökosysteme” Fortschritte zu machen, wird uns dieser Gesetzgebungs- prozess im kommenden Jahr begleiten.

Wir wünschen uns, dass wir mit eurer Unterstützung hier noch entsprechend nachschärfen können, damit alle natürlichen Ökosysteme wirksam geschützt werden. Den Wäldern in Deutschland geht es aufgrund der Übernutzung und des fehlenden politischen Willens schlecht, worunter auch die Biodiversität leidet. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Leider bieten auch Schutzgebiete keinen grundsätzlichen Schutz, in vielen Schutzgebieten wird trotzdem gerodet. Mithilfe des Portals www.waldreport.de wollen wir das zukünftig auch belegen. Durch Unterzeichen unsere Petition werden unsere Forderungen an die Politik unterstützt. Es bedarf einer dringenden "Waldwende" und einer anderen Art der Bewirtschaftung der Wälder. Dies gelingt nur in Kombination mit ausreichend Schutzgebieten, die auch wirklichen Schutz garantieren.

 

Nachhaltige Landwirtschaft

jenseits der stadt

Zur Gewinnmaximierung setzt die Fleischindustrie seit dem 20. Jahrhundert auf Masse und schnelles Wachstum. Die Zustände, Mittel sowie Folgen für Mensch und Umwelt werden dabei oftmals ignoriert. Greenpeace setzt sich für mehr Transparenz seitens des Lebensmitteleinzelhandels und der Politik ein. So führten nach medialem Druck von Greenpeace die großen Supermarktketten 2018/19 die Kennzeichnung der Haltungsformen bei Ei und Fleisch ein. Fast alle Anbieter wollen bis 2030 nur noch Fleisch der Klassifizierungen 3 und 4 führen. Die Landwirtschaft ist außerdem für 70 % des prognostizierten Rückgangs der Biodiversität verantwortlich.

Gründe sind Monokulturen und der Einsatz aggressiver Herbizide. Greenpeace sieht eine Lösung in der Bewirtschaftungsform ‚Permakultur‘, setzt sich für ein Glyphosatverbot, sowie den Schutz der Insekten ein. Auch sollen die Fördergelder für den Ausbau des Ökolandbaus um mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr anwachsen, damit bis 2030 die Gesamtfläche des Bio-Anbaus 25 Prozent erreicht (Stand 2021). Für Klima, Tierwohl, Gesundheit, Artenvielfalt und Biodiversität ist Greenpeace eine wichtige Stimme sowie Schnittstelle zwischen Landwirt:innen, Einzelhandel, Politik und Konsument:innen. Studien klären auf, Aktionen üben Druck aus.

 

Energie und Kohleausstieg

Rheinbraun Bagger final mit rand

Bis 2035 muss das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas enden. Strom und Wärme kommen dann komplett aus erneuerbaren Energien. Eine schnelle Energiewende ist die wichtigste Maßnahme, mit der Deutschland seine Klimaziele erreichen kann. Und so dazu beiträgt, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um die Klimakrise abzuwenden, muss Deutschland noch vor 2040 klimaneutral werden. Dazu ist es notwendig, spätestens ab 2035 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Erdwärme und Wasserkraft) zu gewinnen.

Wärme- und Verkehrssektor müssen vor 2040 auf Erneuerbare umgestellt sein. Durch die Gefahren, der mangelhaften Lagermöglichkeiten und der fehlenden langfristigen Wirtschaftlichkeit von Atomenergie setzen wir uns dafür ein, dass diese Form der Energiegewinnung durch sinnvollere, klimaschonende Alternativen ersetzt werden. Rund ein Viertel unserer Energie kommt aus Erdgas - und das ist viel klimaschädlicher als sein Ruf. Deswegen brauchen wir für die Energiewende auch einen Ausstieg aus Erdgas.

 

Wirtschaft und Konsum

Frankfurt

Das Streben nach maximalem Gewinn prägt unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem sowohl auf der betrieblichen als auch auf der globalen Ebene. Es ist unseres Erachtens eine der Hauptursachen der Probleme und Krisen, denen sich die Weltgemeinschaft heute gegenüber sieht: globale Erwärmung, Flut- und Dürrekatastrophen, Zerstörung der Biodiversität durch die Ausrottung von Arten, sowie soziale Konflikte und Migrationsphänomene. Der Club of Rome hat bereits 1972 in einer viel zu wenig beachteten Studie „Die Grenzen des Wachstums“ auf die Gefahren der Wachstumsideologie hingewiesen.

Dennoch basiert unser ökonomisches System nach wie vor auf ungebremster Profitgier, auf der schrankenlosen Ausbeutung der begrenzten, natürlichen Ressourcen, sowie auf mangelnder Fairness in den nationalen und internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Dies führt zu Not und Elend in den ärmeren Ländern und Gesellschaftsschichten, während in den privilegierten Gruppen und Regionen sowohl lebensnotwendige, als auch weniger notwendige Produkte im Überfluss vorhanden sind, welche häufig rücksichts- und gedankenlos konsumiert werden. Greenpeace setzt sich für eine Weiterentwicklung und Transformation des gegenwärtigen, destruktiven Wirtschaftssystems ein, eine Transformation, die von den Zielen der Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit und des Schutzes der vielfältigen Ökosysteme unseres Planeten geleitet wird.

 

Unsere Meere

The strengh of the sea II

Über Jahrzehnte setzte Greenpeace sich Walfängern sowie der Verklappung von Müll, darunter Atommüll, in den Meeren entgegen. Darüber hinaus sind die Meere einer Vielzahl von Eingriffen und Stressoren ausgesetzt, die Greenpeace aufdeckt: Öl- und Gasförderung, die schnellstmöglich ein Ende finden muss, Sand- und Kiesabbau sowie die Verschmutzung durch Plastikmüll, Düngemittel, radioaktive Stoffe und Gifte. Um beispielsweise der Plastikverschmutzung entgegenzuwirken, fordert Greenpeace sowohl VerbraucherInnen als auch Politik und Unternehmen auf tätig zu werden. Greenpeace macht auf weitere Missstände aufmerksam wie auf überfischte Fischbestände, fordert u.a. das Verbot von Grundschleppnetzen und setzt sich für eine nachhaltige Fischerei, wissenschaftlich basierte Fangquoten sowie gegen die internationale Piratenfischerei ein.

Unterstützt durch zahlreiche WissenschaftlerInnen fordert Greenpeace ein internationales Schutzabkommen für die Hohe See auf Ebene der UN mit dem konkreten Ziel, 30 % der Weltmeere bis 2030 unter Schutz zu stellen. Hinzu kommt der dringende Aufruf zum Schutz der Tiefsee vor folgenträchtigem Abbau von Metallen und seltenen Erden aus Manganknollen sowie Schwarzen Rauchern bzw. Hydrothermalquellen. Dem Klimawandel entgegenzuwirken ist zentrales Ziel von Greenpeace. Im Hinblick auf die Meere führt dieser nämlich zur Meereserhitzung und -versauerung mit drastischen Folgen wie dem Absterben von Korallen.

 

Mobilität und Verkehr

Milan

Greenpeace fordert eine nachhaltige und sozial gerechte Verkehrswende. Dabei liegt der Focus zunächst auf der Antriebswende, d. h. auf dem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. So kann der CO2-Ausstoß schnell und deutlich reduziert werden. Der Abschied vom Verbrennungsmotor ist der erste notwendige Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität. E-Autos sind dabei ein wichtiger Teil der Lösung, wenn Menschen wirklich auf ein Auto angewiesen sind. Dann sollten sie aber klein (kein SUV), elektrisch (kein Hybrid) und möglichst geteilt sein. Die Autohersteller müssen ein neues Geschäftsmodell entwickeln. Mobilität misst sich nicht in Stückzahlen, sondern muss sich als Dienstleistung verstehen. Die Antriebswende ersetzt aber nicht die Mobilitätswende.

Greenpeace fordert den deutlichen Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen sowie von Rad und Fußwegen, außerdem Verbesserung von Sharing-Angeboten. Der Individualverkehr muss dringend reduziert werden. „Städte für Menschen nicht für Autos“ ist seit einiger Zeit das Greenpeace-Motto. Um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen, haben wir uns dem Bündnis Mobilitätswende Düsseldorf(www.mobilitaetswende-duesseldorf.de) angeschlossen. Gemeinsam mit unseren Bündnispartnern haben wir schon verschiedene Projekte durchgeführt: Pop-up Radwege, Fahrrad-Demos, u.a. Wir werden auch weiterhin mit gemeinsamen Aktionen versuchen, die Mobilitätswende in Düsseldorf voranzutreiben. Gemeinsam arbeiten wir für eine Stadt mit Aufenthaltsqualität!

Frieden

jackson Square

Gemeinsam für den Frieden! Mit Friedensprotesten begann der internationale Einsatz von Greenpeace 1971. Wie in vielen Kriegsgebieten weltweit zu erkennen ist, besteht die Notwendigkeit der Abrüstung unverändert. Der Klimawandel verschärft die Konflikte, besonders im globalen Süden auch im Hinblick auf Frauen, Kinder, Indigene und marginalisierten Gruppen. Deutschland ist der viertgrößte Waffenexporteur weltweit. Wie gelangen deutsche Waffen in autoritär regierte Staaten? Über welche Wege ist das möglich? Greenpeace hat einen Entwurf für ein Rüstungsexportkontrollgesetz vorgelegt. Stehen Militärausgaben in angemessenem Verhältnis zu Ausgaben für den Klimaschutz? Es fließen Milliarden in Militäreinsätze, die die Einfuhr von fossilen Öl- und Gaseinfuhren bewachen für ein veraltetes Energie- und Wirtschaftssystem.

Greenpeace setzt sich für die Kürzung von Militärausgaben ein und fordert stattdessen in Klimaschutz, Friedenssicherung und alternative Konfliktlösungen zu investieren. Aktuell lagern einsatzbereite Atomsprengköpfe in Deutschland, die über eine ca.13-fach höhere Zerstörungskraft verfügen, als die Hiroshima-Bombe. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, den UN Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen! Atomwaffen sind eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit. Diesen und vielen weiteren Fragen geht Greenpeace nach, recherchiert, deckt auf, hinterfragt, zeigt Missstände auf, sucht den Austausch mit Wirtschaft und Politik und anderen international tätigen Organisationen, gibt Studien in Auftrag, informiert die Öffentlichkeit. Greenpeace formuliert Ziele für Veränderungen und zeigt mögliche Wege dahin auf.

 

Bildquellen: www.piqs.de

Unsere Meere:Pedro Simões-The strengh of the sea II https://piqs.de/fotos/285.html

Unsere Wälder:Ian Sane-Beside still waters https://piqs.de/fotos/139703.html

Mobilität und Verkehr:Geoff Wong-Milan https://piqs.de/fotos/162391.html

Frieden:Christian Senger-Jackson Square https://piqs.de/fotos/141629.html

Landwirtschaft:Furtner-jenseits der Stadt https://piqs.de/fotos/184852.html 

Energie:sduelpers-rheinbraun bagger https://piqs.de/fotos/71834.html

zurück zur Startseite