Die neue Serie: 14. Stolpersteine aus Beton im Hans-Christian-Andersen-Weg

Jule Scherer Greenpeace Ortsgruppe • 21 June 2021
in der Gruppe Greenpeace Eckernförde
Hans-Christian-Andersen-W

Diese Stolperfalle besteht aus grauen Quadern aus Beton, eckig, groß, mitten auf dem Fuß- & Radweg platziert. Im Dunkeln habe ich die Quader manchmal kaum gesehen - zum Glück weiß ich, dass dort diese gefaehrlichen Hindernisse liegen. Aber was, wenn andere das zu spaet sehen und böse stürzen?

Wolfgang Kromat zeigt uns einfache mögliche Lösungen auf und weist am Ende auf noch ein anderes Problem hin: Parkende Autos vor einer Radwegeinmündung... freie Fahrt für freie radfahrende Bürger? Scheinbar noch nicht ganz.

 

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Große graue Steine liegen im Weg

Um die Kfz-Fahrenden von der illegalen Nutzung des Weges abzuhalten, wird dieser durch graue Steinquader für selbige blockiert. Dadurch entsteht allerdings eine unnötige Gefährdung des Fahrradverkehrs.

Hans-Christian-Andersen-W.1
                                                                                                 copyright: W. Kromat

Die grauen Steine bilden kaum Kontrast zur Fahrbahn (Bild 1). Dies macht das Erkennen, besonders bei schlechtem Wetter, unnötig schwer. Sollte es hier zu einem Unfall kommen, steigt auch das Risiko sehr starker Verletzungen erheblich, da die Steine keine abgerundeten Kanten haben.

Aufgrund der schmalen Durchfahrtsbreite ist kein Gegenverkehr möglich. Im ungünstigsten Fall müssen Radfahrende im Kreuzungsbereich anhalten und stehen damit in der Fahrbahn des Kfz-Verkehrs.

Das Zeichen 250 „Durchfahrt Verboten“, mit dem Zusatzzeichen 1022-10 „Radfahrer Frei“, verbietet die Durchfahrt für alle Fahrzeuge, mit Ausnahme von Fahrrädern. Mit dieser Maßnahme wären jegliche Behinderung und Gefährdung aller am Verkehr teilnehmenden ausgeschlossen. So wäre es auch möglich, ohne weiteres den Weg mit Reinigungs- oder Wartungsfahrzeugen zu befahren. Denn besonders Radfahrende und zu Fußgehende sind im Winter auf geräumte Wege angewiesen.

Eine nicht ganz so optimale, aber immer deutlich sicherere Möglichkeit ist, die Durchfahrt mit einer Absperrbarke zu versehen (Bild 2).

Hans-Christian-Andersen-W.2
                                                                                             copyright: W. Kromat

Dies sollte jedoch mit einer Vorwarnung geschehen, da hier sonst das Risiko besteht, daß bei hintereinander Radfahrenden, die zweite oder dritte Person die Absperrbarken zu spät erkennen und damit kollidiert. Zusätzliche Markierungen auf der Fahrbahn erhöhen die Sichtbarkeit und verringern somit die Gefährdung.

Aufgrund von Unfällen wurden die Poller am Mulde-Elbe-Radweg 2020 wieder entfernt. Auf dem Vennbahn-Radweg brauchte es einen verunglückten Radfahrer, der aufgrund seiner schweren Verletzungen mit dem Hubschrauber abgeholt werden musste, bis auch dort der Rückbau der Poller diskutiert wurde.

Das Argument, daß mit solchen Sperren KFZ-Fahrende von der illegalen Einfahrt abgehalten werden sollen, um die Verkehrsfläche für Radfahrenden und zu Fußgehenden freizuhalten, lässt sich nur schwer nachvollziehen, da es etwas weiter, ca. 20m dem Weg folgend, der Parkplatz vor dem Unweltinfozentrum bis über den einmündenden Radweg reicht (Bild 3):

Hans-Christian-Andersen-W.3
                                                                                           copyright: W. Kromat

 

 

 

 

 

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