Das schmutzige Plastik-Geheimnis der EU

Agnès Lamacz
Agnès Lamacz Greenpeace Ortsgruppe • 26 November 2023
in der Gruppe Greenpeace Freiburg
Plastik EU Mercosur

Kurz vor Verhandlungen zum UN-Plastikabkommen enthüllt Greenpeace: EU-Mercosur-Deal würde den Handel mit verbotenem Einwegplastik fördern.

 

Doppelmoral der EU

So wie die Europäische Union selbst ab 2025 zwar keine neuen Verbrenner mehr zulassen möchte, hat sie kein Problem damit diese in’s Ausland zu exportieren. So wie sie selbst zwar keine gefährlichen Pestizide und Chemikalien zulässt, hat sie kein Problem damit diese in’s Ausland zu exportieren. Und so hat sie eben auch kein Problem damit Kunststoffartikel, deren Handel und Verwendung innerhalb der EU zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit verboten sind (z.B. Einwegbesteck aus Plastik) in’s Ausland zu exportieren.

Das Abkommen steht bereits im krassen Gegensatz zu Arten- und Klimaschutzabkommen und soll trotzdem die Zölle auch auf Plastikexporte abschaffen, wenn gleichzeitig es über ein globales Plastikabkommen verhandelt wird.

Auf 16 Seiten erläutert Greenpeace die fatalen Folgen und Praktiken, die der Giftvertrag zwischen den zwei Handelszonen mit sich bringen würde.

Diesen Report haben wir auch am 21.11. mit Chantal Kopf besprochen, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Freiburg (Bündnis 90/Die Grünen), und bedanken uns an der Stelle für Ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Unterstützung!

 

Unsere Forderungen


👉 Die politischen Entscheidungstragenden in der EU und im Mercosur müssen Handelsabkommen, die die weitere Produktion von Kunststoffen in Europa für den Export in den Globalen Süden fördern, entschieden ablehnen.


👉 Die Regierungen der EU und des Mercosur müssen ehrgeizige, rechtlich verbindliche globale Ziele verfolgen, um die Kunststoffproduktion bis 2040 um mindestens 75% zu senken, und zwar im Rahmen der Verhandlungen über den globalen Plastikvertrag. Es ist entscheidend, um das 1,5°C Ziel einhalten zu können und unsere Gesundheit, unsere Rechte, unsere Gemeinschaften und unseren Planeten zu schützen.


👉 Die EU muss Rechtsvorschriften erlassen, die die Ausfuhr von Waren in Drittländer verhindern, wie z.B. Einwegplastikprodukte, giftige Chemikalien und Pestizide, deren Verkauf und Verwendungen auf dem EU-Markt nicht erlaubt sind. Die EU-Entscheidungstragenden müssen dafür sorgen, dass die Handels- und Umweltpolitik aufeinander abgestimmt sind: Ein Produkt, das aufgrund seiner Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt für den EU-Markt inakzeptabel ist, muss zwangsläufig auch für die Märkte, die Menschen und die Ökosysteme der Handelspartner:innen der EU inakzeptabel sein.

 

Was kannst du tun?


👉 Hilf uns dabei das Abkommen zu verhindern und unterschreibe und verbreite die Petition gegen dem Giftvertrag!

👉 Erfahre noch mehr zum EU-Mercosur-Giftvertrag und sprich mit deinen Mitmenschen darüber. Hier findest du weitere Infos und aktuelle Aktionen.

👉 Schau dir hier die Recherche von Greenpeace vor Ort auf YouTube an.

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