Städte, Menschen und Natur am Limit
Wir erleben zurzeit bereits die zweite Hitzewelle in diesem Jahr. Die Stadt Freiburg wird mit ihrer Lage im Süd-Westen von der Klimakrise besonders stark betroffen. Hitze, Dürre und andere Wetterextreme werden schon heute zu unserer neuen Normalität. Wir sprechen hier nicht mehr von Wetter, sondern von Klima. Diese Wetterereignisse kamen nicht plötzlich und werden auch nicht verschwinden. Es sind nicht ein paar Anomalien. Seit den 1950er wurde es beobachtet, dass Freiburg immer trockener und heißer wird. Wenn wir so weitermachen, werden bis 2100 die Niederschläge im Winter um 35 % gestiegen sein, die Niederschläge im Sommer dafür aber um bis zu 37 % zurückgegangen sein. Bis 2050 wird die Häufigkeit von Starkregen um 12 % steigen, und damit das Risiko von Überflutungen. (Zahlen: Stadt Freiburg) Es wird immer mehr heiße Tage und tropische Nächte geben, eine gefährliche Kombination für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, die sogar lebensbedrohlich sein kann.
Diese Wetterextremen häufen sich auf Kosten von Menschen, Tieren und Natur. Unser soziales Miteinander, unsere Infrastrukturen, unsere Bildung und Arbeit, sowie unsere Wirtschaft leiden darunter. Soziale Ungleichheiten werden dadurch verstärkt, denn schutzbedürftige und benachteiligte Bevölkerungsgruppen werden am stärksten von diesen Wetterextremen betroffen. Menschen mit chronischen Erkrankungen, kleine Kinder, ältere Menschen und Frauen leiden körperlich am meisten bei dieser Hitze und können sogar in Lebensgefahr sein.
Wie viel schlimmer muss es noch werden, damit die Politik handelt?
Die Kommunen sind am Limit. Unsere Gemeinden finden sich in der Pflicht, aufwändige, langfristige Klimaanpassungs- und Hitzepläne zu erarbeiten, Hochwasserrisiken zu managen - alles Investitionen, die Geld fordern, das am Ende u.a. für andere Aspekte der städtischen Entwicklung, Bildung und soziale Arbeit fehlt. Unsere Kommunen zahlen den Preis für eine Landes- und Bundespolitik, die die Klimaziele des Pariser Abkommens nicht ernst nimmt und ihrer Verantwortung den künftigen Generationen gegenüber nicht gewachsen ist.
Auf Social Media, in den Familien, unter Freund:innen und Kolleg:innen werden Tipps eifrig ausgetauscht, wie wir gerade mit dieser Hitze besser klar kommen.
Unser Tipp gegen Hitze? Weg von fossilen Energien! Schluss mit Gas, Öl und Kohle!
Wir haben alle Alternativen und Lösungen, die wir brauchen. Es fehlt aber 2026 immer noch der politische Wille, eine zukunftsfähige Politik zu betreiben. Anstatt die Energiewende voranzutreiben und eine sozialgerechte Wärme- und Mobilitätswende zu gestalten, sollen Förderungen für erneuerbare Energien gestrichen werden und ein Heizungsgesetz verabschiedet, das verfassungswidrig ist und unsere Lebensgrundlagen bedroht.
Die Politik verfeuert unsere Zukunft. Es ist an der Zeit zu handeln und die Ursachen der Klimakrise zu bekämpfen. Nur so wird Extremwetter nicht weiter zunehmen.
Klimaschutz ist Hitzeschutz!