Wie Brennholz die Klimakrise anheizt

Agnès Lamacz Greenpeace Ortsgruppe • 4 June 2022
in der Gruppe Greenpeace Freiburg
Brennholz Klimakrise

Energetische Holznutzung verstößt gegen Klimaschutz


Europas Wälder sind durch intensive Forstwirtschaft, Schadstoffbelastungen und unökologische Waldnutzung stark geschädigt, sowie klimabedingten Veränderungen wie Dürreperioden, Stürmen und anderen Extremwetterereignissen ausgesetzt. Infolgedessen setzen immer mehr Schädlinge wie der Borkenkäfer dem Wald zusätzlich zu. Nur 14 % der Wälder sind aktuell in einem akzeptablen gesunden Zustand. Jetzt geraten sie auch im Namen des Klimaschutzes unter Druck.

Ein Grund dafür ist die Entscheidung der Europäischen Union im Jahr 2020, das Verbrennen von Holz als CO2-neutral zu werten. Damit wurde den EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit eröffnet, Holzbiomasse für die Strom- und Wärmeproduktion als Klimaschutzmaßnahme zu subventionieren.
 

Was ist daran falsch oder gefährlich?

Das erfährst du in unserem neuen Factsheet. Da setzen wir uns mit diesen drei Mythen auseinander:

1- Die Verbrennung von Holz ist CO2-neutral,

2- Es gibt genug Holz, da immer wieder neues nachwächst,

3- Nur minderwertiges Holz wird verbrannt.

 

Unsere Forderungen
 

- 15% der Wälder unter echten Schutz stellen, damit mehr naturbelassene Wälder entstehen können.

- Kein Raubbau im Wald für Wärmegewinnung und Industrie.

- Sparsamer Umgang mit Holz im Rahmen einer Kaskadennutzung, damit das gebundene CO2 möglichst lange gespeichert bleibt.

- Streichung von Subventionen auf Holz zur Wärmegewinnung, insbesondere Streichung der Zuschüsse für Pelletheizungen.

- Nur minderwertiges Holz, Sägespäne und Abfallholz für Holzpellets nutzen.

- Umfangreiches Förderprogramm für zukunftsfähige Gebäudewärme, d.h. 12 Mio. neue Wärmepumpen und 70 Mio. Quadratmeter Solarthermie-Anlagen bis 2035, um eine erneuerbare Wärmeversorgung sicher zu stellen.

- Reduzierung von Fleisch und Milchkonsum, dadurch weniger Waldflächenfraß für Landwirtschaft und Tierhaltung.

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