Laternenumzug Frankfurt

Maik Bergmann Greenpeace Ortsgruppe

Beeindruckender und emotionaler Laternenumzug in Frankfurt am 16.11.2013

In sechs deutschen Städten mit russischen Vertretungen sind Greenpeace-Aktivisten und Unterstützer am Samstagabend für die Arctic 30 zu Laternenumzügen auf die Straße gegangen, so auch in Frankfurt am Main. Vor der Alten Oper versammelten sich ab 16:30 Uhr ca. 500 Menschen mit kreativ gestalteten Laternen. Sie erstrahlten mit Forderungen wie „Lasst unsere Aktivisten frei" - „Schützt die Arktis" und mit Zeichnungen von Eisbären oder der Regenbogen-Taube - das Symbol des Greenpeace-Schiffes „Arctic Sunrise". Es wurden 30 große DIN A 1-Plakate mitgeführt, auf denen jeweils ein Portrait der 28 inhaftierten Greenpeace-Aktivisten und der beiden Journalisten abgebildet sind.

Der Umzug von der Alten Oper bis vor das russische Konsulat gestaltete sich bunt mit den unzähligen Laternen, Kerzen, Fackeln und war so nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören, denn durch rhythmische Trommelklänge wirkte der Laternenumzug sehr beeindruckend. Viele Passanten blieben stehen und schauten zu, einige nahmen gerne unsere Informationsflyer entgegen, auf denen weiterhin aufgerufen wird, sich für die Freilassung der Arctic 30 einzusetzen und Protestmails an den russischen Botschafter in Berlin zu senden. Bis jetzt haben mehr als zwei Millionen Menschen weltweit eine Protestmail an die jeweiligen russische Botschaften geschickt und gefordert: Freiheit für die Arctic 30!

An der Frankfurter Börse gab es einen Zwischenstopp, denn hier werden Gazprom-Aktien gehandelt.

Nach einer kurzen Kundgebung ging es weiter zum russischen Konsulat. Hier wurden die Namen der 30 inhaftierten Umweltschützer verlesen und für jeden einzelnen im Sprechchor von den Demonstranten gefordert: „Lasst ihn frei .... lasst sie frei!"

Greenpeace Frankfurt erstellte einen kleinen Film.

Danke an die vielen Menschen, die am 16. November mit uns gemeinsam in Frankfurt dabei waren!

Am 11. November wurden die Aktivisten von Murmansk in das Gefängnis nach St. Petersburg verlegt. Annähernd zwei Monate sind sie nun in Untersuchungshaft. Am 15. November hat die russische Ermittlungsbehörde eine dreimonatige Verlängerung der Untersuchungshaft für die Arctic 30 beantragt. Damit es dazu kommt, muss ein Richter dem Antrag zunächst zustimmen. Geschieht das nicht, müssten die dreißig Angeklagten freigelassen werden. Die Anhörungen dazu werden in der nächsten Woche stattfinden.

Vielen Dank!

V.i.S.d.P.: Karin Adolph
Fotos: Karin Adolph, Greenpeace
Quellen/Links: Greenpeace

Weiterführende Links

Russische Justiz beantragt Haftverlängerung für Arctic 30