Im Rahmen der Fast-Fashion Kampagne 2025 im Herbst will Greenpeace auf die Auswirkungen von Fast Fashion auf Mensch und Umwelt aufmerksam machen.
Unser Ortsgruppe Greenpeace-Karlsruhe beteiligt sich an der Kleiderberg-Tour und protestiert mit einer Kleiderstatue aus Klamottenmüll auf dem Europaplatz am 12.11.2025 in Karlsruhe.
Für ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz demonstrieren wir mit einer fünf Meter hohen Kunstinstallation aus Klamottenmüll auf dem Europaplatz Karlsruhe. Der Anlass: In rund zweieinhalb Wochen werden Modekonzerne während der Black Week den Kauf von Wegwerfkleidung mit aggressiven Rabattaktionen weiter anheizen. Greenpeace- Aktivist:innen warnen „Fast Fashion: Billig gekauft, teuer bezahlt“.
Die Installation, nach einem Entwurf von der Künstlerin Emanuele Jane Morelli, besteht aus Textilien, die Greenpeace aus den Müllbergen des Kantamanto-Markts von Accra in Ghana gesammelt hat. Er zählt zu den größten Second-Hand-Märkten der Welt, wo Altkleider auch aus Deutschland zu immer größerer Umweltbelastung führen. Eine Ausstellung rund um die Installation zeigt die vermüllte Landschaft in Ghana.
Gesetz gegen Wegwerfmode ist rechtlich machbar
Greenpeace fordert ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. Dieses umfasst eine Sonderabgabe auf Fast-Fashion-Produkte und fördert die textile Kreislaufwirtschaft wie Second Hand, Reparatur- oder Tauschsysteme. Zudem verbietet es Werbung für Fast-Fashion, auch auf Social Media. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um die negativen Folgen der Fast-Fashion-Industrie zu begrenzen. Ein neues Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace bestätigt, dass diese Maßnahmen auch in Deutschland rechtlich möglich sind.
Die Notwendigkeit für ein Gesetz ist offensichtlich: Seit dem Jahr 2000 hat sich die weltweite Bekleidungsproduktion mehr als verdreifacht. Jedes Jahr werden bis zu 180 Milliarden Kleidungsstücke hergestellt, wovon bis zu 40 Prozent unverkauft bleiben und vernichtet werden. Gleichzeitig werden Textilien immer kürzer getragen. Über 60 Prozent der in Deutschland gesammelten Altkleider landen im Ausland, häufig auf Deponien oder in Flüssen.
Jetzt die Petition unterschreiben: https://act.gp/48GmDDD