Radio Greenpeace Köln: Alle Sendungen

Judith Blue Greenpeace Ortsgruppe • 8 September 2021
in der Gruppe Greenpeace Köln
Greenpeace Köln: Radio

Lust, mitzumachen?

Inhaltsverzeichnis

- Aachener Friedenspreis 2019

- Ekta Parishad

- Klimawende Köln – Fahrraddemo

- 75 Jahre Hiroshima und Nagasaki

- Klimawende Köln 2030

- Die essbare Stadt

- Streuobstwiesen in und um Köln

- Ich und DU – Uranmunition

- Alle Dörfer bleiben!

- Klima. Katastrophe. Braunkohle.

- Die Artenvielfalt geht verloren

- Das Plastikmonster kehrt zurück

- Heimat – instand setzen!

- Fast Fashion

- Ohne Fleisch gesund

- Die Waffen nieder!

 

- Aachener Friedenspreis 2019

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Die beiden Initiativen „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ und „Initiativkreis gegen Atomwaffen“ sind 2019 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet worden. Diese beiden Initiativen setzen sich seit vielen Jahren für den Abzug der US-amerikanischen Atombomben auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel ein. Mit der Aufkündigung des Vertrages zur atomaren Abrüstung zwischen den USA und Russland ist die Arbeit der Initiativen dringender denn je.

Wir haben Ariane Dethloff von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen der Gruppe Köln eingeladen. Sie berichtet über die Friedensaktionen in Büchel für einen Abzug der US-Atombomben aus Deutschland.

Ariane Dethloff hat auch in Japan gelebt und im Museum der Atombombenopfer in Hiroshima erfahren, wie die Menschen unter den Atombombenabwürfen gelitten haben. Die Opfer wurden früher in Japan gesellschaftlich isoliert.

In Büchel wurden alle Protestierende wegen Hausfriedensbruch zu Geldstrafen verurteilt.

Die Proteste sollen auf die Gefahren von Atombomben aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass es nicht ratsam ist, auf einen Unfall wie bei Atomkraftwerken zu warten. Wir kennen die Folgen von Atomwaffen durch die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Deshalb protestiert Ariane Dethloff lieber schon jetzt für eine friedliche Welt.

Die politischen Grundlagen für die Proteste sind das Grundgesetz, die Charta der Vereinten Nationen und der Atomwaffensperrvertrag.  Außerdem hat die Bundesregierung bei der Wiedervereinigung auf Atomwaffen verzichtet. Trotzdem beteiligt sich die Bundeswehr an Übungen und Manövern inklusive Trainings für den Atomwaffeneinsatz.

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Weiterführende Links

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V. (DFG-VK) Gruppe Köln
ICAN Deutschland e.V.
 

- Ekta Parishad

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Marsch für Frieden und Gerechtigkeit – von Delhi nach Genf

Der Marsch Jay Jagat wird von Ekta Parishad, der indischen Landrechtsbewegung, organisiert und begann am 2. Oktober in Delhi, Indien. Ziel sind die Vereinten Nationen in Genf. Der Marsch soll Folgendes erreichen:

  • Frieden und Gewaltfreiheit
  • Reduzierung von Armut und Ausgrenzung
  • Wandel zu einer sozialen Gesellschaft
  • Nachhaltiges Wirtschaften und Maßnahmen gegen den Klimawandel
     

Wir sprachen mit Dr. Karl-Julius Reubke, Vorsitzender der Freunde von Ekta Parishad in Köln. Die Beschreibung des Marschs von 25.000 Landlosen und armen Bauern nach Delhi von 2007 stammt aus dem Buch „Ausnahmezustand“ von Navid Kermani, 2015.

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- Klimawende Köln – Fahrraddemo

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Fahrraddemo zum Kraftwerk Merkenich

Bis 2030 will Köln und auch die RheinEnergie AG den CO²-Ausstoß der Stadt auf die Hälfte von 1990 bringen. Das ist der Klimawende Köln zu wenig. Sie will deutlich mehr erreichen: Die RheinEnergie soll bis 2030 komplett aus Kohle und Gas aussteigen und nur noch Strom aus erneuerbaren Energien herstellen und liefern. Damit wird Köln in 10 Jahren für Strom kein CO² mehr ausstoßen.

Um dieses Ziel zu erreichen führt die Klimawende Köln ein Bürgerbegehren durch, mit folgender Frage:

„Soll die Stadt Köln im Rahmen ihrer Unternehmensbeteiligungen darauf hinwirken, dass die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien liefern, wobei sie diesen selbst in eigenen Anlagen produzieren, im Rahmen von Stromlieferverträgen aus veröffentlichten Anlagen erwerben oder im Rahmen von Mieterstrommodellen zur Verfügung stellen?“

Es gab eine Auftaktveranstaltung zum Bürgerbegehren im Cinenova im Januar 2020 und im Juni 2020 eine Fahrraddemonstration der Klimawende Köln zum Kraftwerk Merkenich der Rheinenergie.

Christian Althoff und Anna Pries von der Klimawende Köln und Britta Kox von Alle Dörfer bleiben! sprechen über konkrete Schritte zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Köln bis 2030, über das Bürgerbegehren und über die Lage der Dörfer im Tagebaugebiet Garzweiler.

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- 75 Jahre Hiroshima und Nagasaki

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75 Jahre Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki

Vor 75 Jahren am 6. und 9. August 1945 wurden von US-amerikanischen Bombern die ersten und bisher einzigen Atombomben abgeworfen, und zwar auf die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Sie zerstörten sofort das Leben von etwa 100 000 Menschen – darunter fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. Durch die Atomkrankheit starben weitere 130 000 Menschen bis zum Jahresende 1945. Den Befehl zum Abwurf der Bomben gab der amerikanische Präsident Harry S. Truman.

Trotz vieler Gedenkveranstaltungen, Friedensmärsche und Proteste von, allein in Deutschland, hunderttausenden Menschen, bedrohen immer noch tausende Atomsprengköpfe von Raketen und Atombomben sowie taktische Atomwaffen die Menschheit. Dies ist ein Frieden durch Abschreckung.

Um aus dieser bedrohlichen Lage herauszukommen, muss der Atomwaffenverbotsvertrag, den schon 44 Staaten ratifiziert haben, auch von Deutschland unterzeichnet und ratifiziert werden. Wenn 50 Staaten diesen Vertrag ratifiziert haben, wird er in Kraft treten.

Neben den Rednern der Gedenkkundgebung kommen Heribert Graab, SJ und Pax Christi, und Kai Fiedler, Greenpeace, zu Wort.

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- Klimawende Köln 2030

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Das Bürgerbegehren der Klimawende Köln fordert von der Stadt das Kölner Energieversorgungsunternehmen RheinEnergie ab 2030 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien zu liefern.

Fast 30 Jahre Klimakonferenzen – und es ist praktisch kaum etwas geschehen. Im Gegenteil: der CO2-Ausstoß pro Jahr hat sich in dieser Zeit weltweit nahezu verdoppelt. Dann kam die Konferenz in Paris, bei der die Staaten sich zum Ziel gesetzt haben, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Alle Länder der Welt haben sich dazu verpflichtet. Das war vor fast 5 Jahren. Jetzt wird die Zeit knapp. Deshalb der kurze Zeitraum von nur 10 Jahren für den Ausstieg aus der fossilen Energie bei der Stromerzeugung.

Christian, von der Klimawende Köln, Prof. Niklas Höhne vom New Climate Institute, Köln und die Journalistin Janine Steeger betonen die Dringlichkeit des Umbaus der RheinEnergie und die Notwendigkeit das Bürgerbegehren zu unterstützen.

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- Die essbare Stadt

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Garteninitiativen in Köln

Wir sprechen mit Vertretern der Gruppen Leo-Amann-Platz, Finkennest und Thurner Hof, die ihre Konzepte für Gärten in der Stadt (Urban Gardening) erläutern: Neuer Garten in Hochbeeten auf Industriefläche, Garten mit Kommunikationscharakter für die Mitarbeit von Flüchtlingen/Familien, lange bestehender Garten für alle Interessierten aus dem Viertel mit gemeinsamem Kochen und Essen.

Alle Gärten werden gemeinsam bewirtschaftet, sind also ein Gegenentwurf zu Schrebergärten. Die Initiativen werden vom Ernährungsrat e.V. unterstützt, der auch eine regionale Versorgung Kölns mit Lebensmitteln – am besten aus Bioanbau – zum Ziel hat und im Ernährungsrat mit Stadt, Landwirten und Handel an einem Tisch sitzt. Die Arbeit des Ernährungsrats wird von Florian Sander vorgestellt.

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- Streuobstwiesen in und um Köln

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Ein Interview mit Markus Nitsche vom NABU Köln.

Die Bäume stehen hoch und groß in weitem Abstand voneinander. Die Kronen sind voller Blüten, Bienen und anderer Insekten. Die Wiese, auf der die Bäume stehen, blüht fast ebenso schön. Ein heute seltener Anblick. Im Herbst hängen die Bäume voller Obst: Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Quitten, Kirschen. Und alles ohne zu spritzen und zu düngen.

In Köln und um die Stadt herum gibt es heute noch einige dieser Obstwiesen. Heute hat sich der Begriff Streuobstwiese dafür eingebürgert. Markus Nitsche vom NABU betreut solche Wiesen im Kölner Raum und berichtet über deren Bedeutung und seine Arbeit.

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- Ich und DU – Uranmunition

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Wir sprechen mit Frieder Wagner, ARD-Journalist, Filmproduzent und Träger des Grimme-Preises, über Uranmunition. Seine letzten Filme und sein neues Buch „Todesstaub – Made in USA“ behandeln dieses Thema.

Es geht um enorm durchschlagsfähige, panzer- und bunkerbrechende Geschosse und Bomben, deren Baustoff abgereichertes Uran/depleted uranium (U 238) ist. Dieses Material, das etwa doppelt so schwer ist wie Blei, verglüht beim Aufschlag durch die enorme Hitzeentwicklung. Der entstehende Uranstaub ist radioaktiv und verteilt sich über die Umgebung oder wird durch den Wind hunderte von Kilometer weit verbreitet. Das Metall, auf das die Uranmunition trifft, wird bei über 2000°C geschmolzen und durchstoßen, der Innenraum eines Panzers etwa wird zur radioaktiven Gluthölle.

Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Deutschlands haben von der Gefahr gewusst, aber sowohl die Soldaten als auch die Öffentlichkeit gezielt falsch informiert und die Folgen verharmlost.

Warum ist Uranmunition gefährlich?

Der Staub aus der Uranmunition ist radioaktiv mit einer Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren und erzeugt Krebs. Die Staubpartikel sind klein und dringen in Lunge, Gehirn und alle Körperorgane ein, überwinden auch die Plazenta, so dass auch ungeborene Kinder verseucht werden. Da auch Eizellen und männliche Samenzellen verstrahlt werden, sind Missbildungen über Generationen möglich.

Was können wir gegen den Einsatz von Atomwaffen unternehmen?

Die Internationale Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen ICAN sammelt Unterstützer für einen Appell an die Bundesregierung, dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen beizutreten, wie dies schon über Hundert Staaten dieser Welt getan haben.

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- Alle Dörfer bleiben!

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Keyenberg soll abgebaggert werden. Das Dorf liegt neben dem Braunkohletagebau Garzweiler. Ein großer Teil der Einwohner wehrt sich. Unterstützt werden sie von vielen Umweltverbänden und von Fridays for Future. Zum Aktionstag am Samstag, den 22. Juni 2019 in Keyenberg kamen 8 000 Menschen, die meisten waren Schülerinnen und Schüler. Einen Tag davor demonstrierten 40 000 Schüler in Aachen für den schnellen Ausstieg aus der Braunkohle.

In Keyenberg sprachen Hubert Weinzirl vom BUND und Martina Dresen von „Alle Dörfer bleiben“ zu den Teilnehmern der Demonstration.

Romina Plonsker, Landtagsabgeordnete der CDU für den Rhein-Erft-Kreis, bestätigt die Umsiedlungen, um die Dorfgemeinschaften zu erhalten und um genug Raum zu haben zur Sicherung der Kohlegrube. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Keyenberg wollen lieber bleiben, sehen aber die Spaltung der Dörfer, die von RWE noch verstärkt wird.

Die alten Dörfer sind über Generationen gewachsen, die neuen Dörfer sind erst einmal Baustellen. Die Gemeinschaft ist eine andere, da viele Einwohner ganz weggezogen sind. Für die Bauern ist es besonders schwer, ihre Weiden und Felder zu verlassen.

Der Protest ist vielfältig. Während der Demonstration gingen die Teilnehmer von „Ende Gelände“ in den Tagebau und besetzten die Schienen und Bagger.

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- Klima. Katastrophe. Braunkohle.

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Die Kohlekommission hat einen Beschluss gefasst. Die Landtagsabgeordneten Romina Plonsker (CDU) und Ralph Bombis (FDP) kommentieren diese Ergebnisse für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Schüler von „Fridays for Future“ kritisieren das Zögern der Politiker entscheidende Schritte gegen den Klimawandel zu unternehmen.

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Musik: Die Höhner – Komm, wir halten die Welt an

RWE hat die Energiewende verschlafen. Die daraus entstehenden Verluste soll die Bevölkerung bezahlen: über Subventionen (aus Steuern bezahlt) und über Schadensersatz an RWE, der über Klagen gegen Klimaschützer erzielt werden soll. Den Umbau der Braunkohleanlagen zu Energiespeichern und Windkraftanlagen zahlen auch wir Steuerzahler.

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Musik: Bodo Wartke – Hambacher Wald

Frau Plonsker erwartet von den Schülern, dass sie ihre Handys seltener laden, mit dem Bus fahren und Plastik meiden. Man könne nicht von der Regierung erwarten alle Probleme zu lösen. Das ist ein versteckter Aufruf an die Menschen im Land die Klimawende selbst in die Hand zu nehmen. Die Zukunft des Hambacher Walds werde in den Gesprächen zwischen Bundesregierung und RWE gestaltet. Aber die Rodungspause endet 2020. Und RWE setzt Gegner massiv unter Druck, wie Antje Groothus schildert. Ohne Unterstützung der Menschen in NRW, Deutschland und der Welt wird der Braunkohleabbau nicht gestoppt und das Klima nicht gerettet werden. Wir können uns nicht allein auf die Einsicht von Geschäftsführern und Politikern verlassen. Gewinne machen – ohne Rücksicht auf unsere Umwelt – steht leider meistens an oberster Stelle.

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Musik: Pink Floyd – Money 

 

- Die Artenvielfalt geht verloren

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Etwa eine Million Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Das sagt der erste globale Bericht der Vereinten Nationen zum Artensterben. Das Ausmaß des Verlustes sei noch nie so groß gewesen. Und es nehme weiter zu. Gründe sind Monokultur und Pestizideinsatz. Dies erläutert Thomas Stumpf, Biologe der Arbeitsgemeinschaft Bergischer Ornithologen.

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Selbst ein Naturschutzgebiet wie die Wahner Heide ist von der allgemeinen Entwicklung in der umgebenden Landwirtschaft beeinflusst. Auch hier ist der Brutvogelbestand deutlich zurückgegangen. Selbst früher weit verbreitete Arten wie Feldlerche und Haussperling sind stark dezimiert.

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Wollen wir in einer Welt mit reduzierter Natur leben? Mit einem nur noch kleinen Bestand an Vögeln und Insekten. Da die Verluste immer ab 1990 angegeben werden, sieht das Ergebnis noch erträglich aus. Wenn man die Verluste der Jahrzehnte davor mit einbezieht, sehen die Zahlen noch drastischer aus.

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Selbst Dünger kann durch zu hohen Nitratgehalt in den Pflanzen zum Beispiel Schmetterlingsraupen töten. Rotoren von Windrädern erschlagen auch Vögel wie den Rotmilan. Diese Auswirkung muss allerdings in Relation gesetzt werden zu den anderen menschengemachten Todesursachen wie Katzen, Verkehr oder Starkstromleitungen (siehe Grafik).

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- Das Plastikmonster kehrt zurück

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Ende März war die Beluga II, das große Greenpeace-Schiff, in Köln. Neben der Schiffs-Crew hatte das Schiff ein riesiges Plastikmonster an Bord. Doch was hatte es damit auf sich?

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Plastikmüll im Meer, in Flüssen und allgemein in unseren Gewässern ist ein immer größer werdendes Problem. Heute produzieren wir 200-mal mehr Tonnen Plastik pro Jahr als noch in den 50er Jahren. Leider landen Teile davon als Abfall u.a. im Meer. Hunderttausende Plastikteile schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere. Dort werden diese zum Verhängnis vieler Tiere, die unfreiwillig verhungern, da ihre Mägen mit Plastikteilen gefüllt sind. Mit der sogenannten Ship-it-back-Tour der Beluga II auf dem Rhein möchte Greenpeace die Hauptverursacher des Plastikmülls zur Verantwortung ziehen.

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Im Rhein ist das Ausmaß des Plastikmülls zwar nicht so offensichtlich zu sehen wie auf den Philippinen. Doch auch in der Kölner Bucht lassen sich kleine Müllstrudel beobachten und säckeweise Plastikmüll am Rheinufer sammeln. Christian Stock, Gründer der Initiative „K.R.A.K.E.“, berichtet, wie er regelmäßig mit einer großen Truppe das Rheinufer von Müll befreit. Das großartige ist: Jeder kann etwas tun! Nehmt das nächste Mal euren (Plastik-)müll mit oder versucht ganz auf Einwegverpackungen zu verzichten. #BreakFreeFromPlastic.

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 Ihr möchtet mitmachen und die Konzerne auffordern die Plastikflut zu stoppen? Hier geht´s zur Petition: Stoppt die Plastikflut.

 

- Heimat – instand setzen!

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Die Pappnasen rot-schwarz von Köln zogen Karneval vor dem Rosenmontagszug her. Mit Großpuppen und Liedern zeigten sie:

  • wie die Bewohner der Dörfer im Braunkohlenrevier aus ihrer Heimat vertrieben werden, damit RWE weiter Kohle abbaggern kann,
  • wie die Rüstungsindustrie mit Waffenexporten Kriege befeuert, durch die Menschen umgebracht oder aus der Heimat vertreiben werden,
  • wie Bayer mit Pestiziden, wie Glyphosat, die Insekten tötet und heimatlos macht.

Dazu bauten sie einfallsreiche Großpuppen wie den „Glyphosatan“, den „Bayer-Monsanto-Frankenstein“ und den „RWE-Drachen“. Wir haben die Pappnasen begleitet, als sie auf der Anti-Kohle-Demonstration den Teilnehmern mit bissigen und schmissigen Liedern einheizten. Wir waren zu Besuch auf dem Werkstattwochenende, wo sie Puppen bauten und Plakate malten. Wir haben zugehört bei den Proben für die neuen Lieder. Wir waren begeistert.

An dem Werkstattwochenende bastelten einige Pappnasen die Figur „Rüstungskonzerne“, die für die Konzerne Thyssen-Krupp, Airbus, Rheinmetall oder Heckler & Koch steht. Auf den Armen der Figur sind die Produkte abgebildet, die die Konzerne herstellen: U-Boote, Hubschrauber und Gewehre. Durch den Export und den Einsatz dieser Waffen werden Menschen getötet und aus ihrer Heimat vertrieben.

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Auf der „Stoppt-Kohle“-Demonstration in Köln waren die Pappnasen auch mit ihren Liedern dabei. Beim Rosenmontagszug nahmen sie das Motto „Uns Sprooch is Heimat“ auf‘s Korn und stellen mit Humor die Unternehmen dar, die als Heimatvertreiber gelten. Dem volkstümelnden Heimatbegriff stellen sie einen alternativen Heimatbegriff gegenüber: Heimat ist offen, demokratisch, tolerant. Heimat verändert sich. Menschen, die eine Heimat haben, schotten sich nicht ab, sondern geben Heimatvertriebenen eine neue Heimat und Geborgenheit. Dafür stehen „D‘r Tünnes un et Mariechen“ als typische Vertreter Kölns, die auch als Großpuppen bei dem Rosenmontagszug auftraten.

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Der Kapitalismus gegründet auf zwei Witze, erzählt von Nicht-Vorsitzenden der Pappnasen. Das „Bayer-Monsanto-Monster“ ist kein Witz und, grauslich gestaltet, vertreibt es zusammen mit dem „Glyphosatan“ die Insekten vor sich her vom Acker. Aber die wehren sich in Gestalt von großen bunten Insektenfiguren mit Stacheln. Diese Gruppe wurde von der Kölner Honig Connection beigesteuert.

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Auch Kinder machten mit beim Zug vor dem Zug. Sie stellten eine Schulstunde dar mit Fragen zum Thema Heimat („Solle mer se rin losse?“).

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- Fast Fashion

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Die Schattenseite der Mode.

„Fast Fashion“ heißt eine Sonderausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, die die katastrophalen Folgen von rasant wechselnder Billig-Mode zeigt. Denn diese Mode hat ihren Preis: Umweltzerstörung und unmenschliche Arbeitsbedingungen in den hauptsächlich asiatischen Herstellerländern.

Wir trafen den Kurator der Ausstellung, Dr. Oliver Lueb, zum Gespräch:

Was ist eigentlich Fast Fashion und was sind die sogenannten Haul-Videos, auf denen junge Menschen ihre „Mode-Schnäppchen“ präsentieren?

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Musik: Ofenbach vs. Nick Waterhouse – Katchi

In den Produktionsländern wird unsere Mode unter unerträglichen Arbeitsbedingungen und unter Einsatz von diversen Chemikalien und lebensgefährlichen Pestiziden produziert. Zwischen dem Entwurf einer neuen Modekollektion und dem Verkauf in den Läden vergehen nur noch wenige Tage.

Doch welchen Weg legt unsere Mode von dem Entwurf bis zum Verkauf in den Läden zurück und was geschieht mit ihr, wenn wir sie nicht mehr behalten wollen?

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Musik: Silbermond – Leichtes Gepäck

Wer sind diese Menschen, die ihr Leben für unsere Mode aufs Spiel setzen? Meistens sind es Frauen und Kinder, da sie die billigsten Arbeitskräfte für die Mode-Industrie sind.

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Musik: Amy Powers – Believe in Me

Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich jeder für einen nachhaltigeren Konsum von Mode einsetzen kann. Auch in der Ausstellung im Rautenstrauch-Joest-Museum wird ein Bereich der Entwicklung von „Slow Fashion“ gewidmet. Neben dem bewussteren Modekonsum gibt es in Köln und vielen anderen Städten Kleider-Tauschpartys. Ehemalige Lieblingsstücke können mit diversen Upcycling-Verfahren individuell gestaltet und dadurch wieder aufgewertet werden. Vom Reparieren bis hin zum Mieten von Anziehsachen gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten.

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Musik: The Kinks – Dedicated Follower of Fashion

Hier gibt es weitere Informationen zu dem Thema Konsum und Textilindustrie.

 

- Ohne Fleisch gesund

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Warum es einen Versuch wert ist, dich vegetarisch oder vegan zu ernähren.

Der Ernährungswissenschaftler Professor Keller kann eine Menge Gründe nennen, warum eine fleischlose Ernährung dir und deiner Umwelt gut tut. Sein Fachgebiet ist veganes Ernährungsmanagement. Wir trafen ihn in der Fachhochschule des Mittelstands in Köln zum Interview.

Welche Folgen hat der Verzehr von viel Fleisch für die Gesundheit?

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Musik: Vegetable Police – For the Animals

Wie beeinflusst ein hoher Fleischverzehr das Klima?

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Musik: Unlimited Culture – Vegetarian Food

Was sind die Vorteile von vegetarischer oder veganer Ernährung?

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Musik: Dead Prez – Be Healthy

Weitere Informationen zu der veganen Ernährungspyramide gibt es bei der Albert Schweitzer Stifung für unsere Mitwelt.

 

- Die Waffen nieder!

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Ein Hörbuch zum Thema Frieden.

Bertha von Suttner schrieb ihr Buch „Die Waffen nieder“ im Jahre 1889. Und noch immer hat es eine beunruhigende Aktualität.

Zu hören sind hier ausgewählte Passagen aus dem bewegenden Roman.

Martha – Die frühen Jahre – Der sardisch-französische Krieg gegen Österreich:

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Zwischen den Kriegen – Gespräche über den Krieg:

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Der preußisch-österreichische Krieg gegen Dänemark:

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Friedensbildungswerk – Vorbereitungen zum preußisch-österreichischem Krieg:

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Das Schlachten – das Schlachtfeld:

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Der preußisch-französische Krieg – Die Autorin Bertha von Suttner:

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