Greenpeace Lüneburg: Aktuelles

Timo Dreher Greenpeace Ortsgruppe • 1 February 2022

Hier veröffentlichen wir in loser Folge unsere neuesten Aktivitäten:

 

25.03.2022

Leider durch spontane Ausfälle und Arbeit dezimiert, waren wir dennoch auf dem globalen Klimastreik von FFF in Lüneburg präsent. Durch den bereits einen Monat andauernden Angriffskrieg Russlands in der Ukraine war das Motto dieser Demo #PeopleNotProfit und insbesondere der abgewandelte Demo-Spruch "What do we want? - Peace and Justice" war passend gewählt.

FFF 25.03.2022

 

 

06.03.2022

Auch die Greenpeace Ortsgruppe Lüneburg hat ein friedliches Zeichen gegen den Angriffskrieg der russischen Regierung in der Ukraine gesetzt. Wie in vielen weiteren deutschen Städten haben wir am Abend des 06.03.2022 Kerzen entzündet, die zusammen die Botschaft NO WAR, sowie das Peace-Zeichen erstrahlen ließen. Greenpeace fordert die russische Regierung auf, sofort alle Kampfhandlungen einzustellen, die Truppen zurückzuziehen und den Krieg zu beenden. Auch die Staatsoberhäupter Europas und der USA müssen besonnen alles in ihrer Macht Stehende tun, um eine weitere Eskalation des Krieges zu verhindern.

no warpeace

 

 

03.02.2022

Greenpeace fordert Bremse beim Heizen mit Holz

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace weist erneut darauf hin, dass das Verheizen von Holz in mehrfacher Hinsicht schädlich ist. Seit Jahren wird in Deutschland mehr Holz verbraucht als nachwächst, vor allem das Verheizen des wertvollen Rohstoffs muss beendet werden. Im Jahr 2018 importierte die EU - weil der Bedarf hier nicht gedeckt werden kann - Energieholz im Wert von 2,5 Milliarden Euro, Tendenz steigend! Ein verheerender Trend, der deutlich macht, wie auch globale Wälder für unseren Holzbedarf geplündert werden.

Die Waldwirtschaft muss den planetaren Grenzen angepasst werden und mit dem wertvollen Rohstoff Holz sorgsam umgehen. Die direkte Verbrennung ist dabei die schlechteste Lösung. Die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern müssen daher die weitere Expansion der industriellen Holzbiomasse-Energieproduktion unterbinden und keine öffentlichen Gelder für diesen falschen "Klimaschutz" verschwenden.

Da für Kamin- und Pelletholz die Holzabfälle und Sägereste bekanntlich schon lange nicht mehr ausreichen, geraten dadurch selbst wertvolle Wälder zunehmend unter Nutzungsdruck: Wälder, die als CO2-Speicher, Klimaregulator und Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten unentbehrlich sind. Daher ist es von manchen Förstern unverantwortlich, auch noch zusätzlich Werbung für Brennholz zu machen, wie es in der lokalen Presse schon öfter zu lesen war. Der Negativ-Effekt ist gleich mehrfach: Die zunehmende Plünderung der Wälder - die vielerorts deutlich sichtbare Lücken hinterlässt - zerstört die äußerst wichtige Funktion des Waldes als CO2-Speicher und Klimaregulator. Durch die Dezimierung des Altbaumbestandes wird das Artensterben beschleunigt, der Einsatz schwerster Maschinen führt zum Plattwalzen des Waldbodens, auf dem dann nichts mehr wächst und kein Wasser mehr durchsickern kann. Die massenhafte Holzverbrennung hat eine enorme Luftverschmutzung mit hoher Feinstaubbelastung zur Folge, die zu unzähligen Atemwegserkrankungen und Todesfällen führt, weltweit gibt es drei Millionen Feinstaub-Tote pro Jahr. Die Behauptung der Holzlobby, das Heizen mit Holz sei "klimaneutral", ist schlichtweg falsch: Abgesehen davon, dass beim Verbrennen des Holzes viel CO2 freigesetzt wird und dieses nun nicht mehr im Baum gebunden ist, wird der enorme Treibstoff- und Energieverbrauch beim Fällen, Zerkleinern, Transportieren und Verarbeiten des Holzes dabei einfach ignoriert. Die Katastrophe für Umwelt und Natur droht noch beschleunigt zu werden, indem die EU anstrebt, Kohle- in Holzkraftwerke umzurüsten. Im Februar 2021 haben 500 Wissenschaftler*innen in einem offenen Brief an die EU und die USA dazu aufgerufen, auf die Verwendung von Holz für die Energiegewinnung zu verzichten. Sie behaupten sogar, bei der Verbrennung von Holz werde zwei- bis dreimal so viel CO2 ausgestoßen wie bei der Verbrennung fossiler Stoffe. Im Interesse des Umwelt-, Natur-, Arten- und Klimaschutzes müssen wir künftig so wenig Holz wie möglich verbrauchen. "Jeder Baum, der im Wald verbleibt, speichert weiter CO2, schützt das Klima, sorgt für gute Luft, ist der Nährboden für seine Nachkommen, eine Heimstatt für unzählige Tierarten und trägt nicht zuletzt auch zur Gesunderhaltung und Naherholung von uns Menschen bei" so Marlene Herbold von der Lüneburger Greenpeace-Gruppe. Als Alternative empfehlen sich Erdwärme- / Geothermie- und für einen Übergangszeitraum auch Erdgasheizungen (die mit Solarheizungen kombiniert werden können und sollten). Der Gesetzgeber ist gefragt, einen Anreiz für den Schutz der natürlichen Ressourcen zu bieten und nicht durch eine falsche Förderungspolitik die Zerstörung unserer Wälder weiter voranzutreiben.

QUELLEN zu den in der PM gemachten Angaben:

  • 2018 importierte die EU Energieholz im Wert von 2,5 Milliarden Euro: Link
  • Drei Millionen Feinstaub-Tote pro Jahr: Link
  • Offener Brief von über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an die EU und Regierungschefs, gegen die Verwendung von Holz für Energiezwecke: (CO2-Ausstoß zwei- bis dreimal so hoch wie bei fossiler Energie): Link

Holz

 

12.12.2021

In der Weihnachtszeit haben wir am 12.12.2021 einen kleinen gemütlichen Kleidertausch im Cafe Finke organisiert. Trotz Pandemie und Regen war unsere Aktion gut besucht. Neben Klamotten wurden bei Snacks und warmen Getränken auch allerlei Gedanken über Fast Fashion ausgetauscht. Um auf die sozialen und ökologischen Probleme des Überkonsums an Kleidung aufmerksam zu machen, haben wir kleine Fact-Sheets vorbereitet und im Raum verteilt. Damit haben wir als Greenpeace Gruppe Lüneburg nicht nur zu einem Überdenken unserer Konsumgesellschaft geleistet, sondern sind auch gleich mit praktischem Beispiel vorangegangen. Eine Erfahrung, welche wir gerne wiederholen wollen 😊

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Kleider