Bild vom Tag des Amazonas in Wetzlar
Veranstaltung

Aktion zum Tag des Amazonas

Mario Pursian Greenpeace Ortsgruppe
in der Gruppe Greenpeace Wetzlar

Am internationalen Tag des Amazonas demonstrieren Greenpeace-Ehrenamtliche heute in Wetzlar am Schillerplatz für den Schutz des Amazonas und gegen den Abschluss des EU-Mercosur-Handelsabkommen. Ab 10 Uhr informieren sie dort darüber, wie der Handelsvertrag und die Zerstörung des Regenwaldes zusammenhängen. Sie sammeln außerdem Unterschriften für eine Greenpeace-Petition gegen das Handelsabkommen. In Wetzlar und 16 anderen deutschen Städten möchten die Greenpeace-Ehrenamtlichen vor der Bundestagswahl mit Interessierten ins Gespräch kommen. “Was glaubst du, welche Rolle Wälder für den Klimaschutz spielen?”, fragen sie auf einem Plakat. „Unsere Wälder weltweit verdienen besonderen Schutz, in Deutschland ebenso wie im Amazonas. Das geplante EU-Mercosur-Handelsabkommen droht die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes noch zu beschleunigen,“ sagt Mignon Färber, Sprecher von Greenpeace-Wetzlar. “Die nächste Bundesregierung muss diesen Vertrag ablehnen. Sie muss sich für eine Neuausrichtung der EU-Handelspolitik einsetzen, damit sie den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt.” 

In Südamerika werden seit Jahren gigantische Waldflächen gerodet. Auf den Flächen entstehen Weide- und Ackerland, auf denen im großen Stil auch für den Export produziert wird. Das Abkommen mit den geplanten Zollvergünstigungen würde den Export weiter ankurbeln. Allein zwischen August 2020 und Juli 2021 wurden mehr als 10.000 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald zerstört, zeigt eine aktuelle Analyse des brasilianischen Forschungsinstituts Imazon. Die Fläche ist größer als die jährlich in den zehn vorangegangenen Jahren gerodete.

Noch ist es nicht zu spät

Das EU-Mercosur-Abkommen ist in Zeiten von Klimakrise, Artensterben und sozialer Ungerechtigkeit ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Über den Abschluss des Deals erzielte die EU 2019 nach jahrelangen Verhandlungen eine politische Grundsatzeinigung. Das Handelsabkommen wird allerdings von Österreich abgelehnt und weiteren EU-Staaten wie Frankreich, Irland, Belgien und den Niederlanden in seiner jetzigen Form kritisiert. Die zukünftige deutsche Bundesregierung muss sich der Position von Österreich anschließen und das Abkommen komplett ablehnen. Es muss grundlegend neu verhandelt werden.

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