Veranstaltung

Pinguine auf dem Eisenmarkt: Aktion zum antarktischen Ozean, Krill und Omega-3- Fettsäuren

Mario Pursian Greenpeace Ortsgruppe
in der Gruppe Greenpeace Wetzlar

Am 26. Mai 2018 watschelten seltsame Gestalten mit Pinguinmasken über den Eisenmarkt. Wir informierten noch einmal mit einem Infostand über das geplante Meeresschutzgebiet Weddelmeer vor der Antarktis.

Das Schutzgebiet Weddelmeer ist wichtig, da durch den fortschreitenden Klimawandel die antarktischen Eismassen schmelzen und dadurch bisher schwer zu erreichende Regionen für die Ausbeutung von Bodenschätzen und für den industriellen Fischfang zugänglich werden. Nachdem bereits bei unserer Aktion im Januar eine beachtliche Anzahl von Unterschriften für die Petition zur Einrichtung des Schutzgebietes gesammelt werden konnte, informierten wir diesmal schwerpunktmäßig über die Bedrohung des Krills in den antarktischen Gewässern.

Beim Krill handelt es sich um einen wenige Zentimeter großen Kleinkrebs, der in gewaltigen Schwärmen im antarktischen Ozean vorkommt und für das Überleben von Pinguinen, Walen und Robben unerlässlich ist. Die Fischereiindustrie plant nun die zusätzliche Ausbeutung des Krills zur Produktion von Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren müssen vom Menschen mit der Nahrung aufgenommen werden und sind v.a. wichtig für Herz, Blut, Nerven und Immunsystem. Deshalb werden sie im Handel gern in Form von Fischöl-Kapseln zur Nahrungsergänzung angeboten. Neuerdings ist dieses Angebot um die Krillöl- Kapseln erweitert worden. Allerdings produzieren Krill und Fische die Omega-3-Fettsäuren nicht selbst, sondern reichern diese durch den Verzehr von Algen an. Die bessere Alternative wäre daher, gleich auf die Omega-3-Fettsäuren aus Algen zurückzugreifen.

Auch eine ganze Reihe von Produkten aus Landpflanzen eignen sich für die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (z.B. Walnüsse, Leinöl, Rapsöl, Hanföl). Da Fische und Krill außer den begehrten Fettsäuren auch Schadstoffe anreichern, sind wir bei Verwendung pflanzlicher Produkte klar im Vorteil. Wenn wir uns ausgewogen ernähren, können wir sogar den Geldbeutel schonen und auf diese Nahrungsergänzungsmittel ganz verzichten.