Weltnaturkonferenz in Montreal, Kanada

Greenpeace Würzburg Redaktion Greenpeace Ortsgruppe • 6 Dezember 2022
in der Gruppe Greenpeace Würzburg

Am 20. November endete nach zwei Wochen die UN-Klimakonferenz (COP27) in Sharm El Sheikh, Ägypten. Heute, am 7.12.2022 beginnt die Weltnaturkonferenz in Kanada: Ein treffen von über 190 Staaten, die über ein Abkommen verhandeln. Und dieses Treffen ist nicht weniger wichtig:

1 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind vor dem Aussterben bedroht!

Das ist jede achte Art.

jeden tag sterben durch den menschen 150 arten aus

Die Korallenriffe werden bei einer Erderwärmung von 2°C mit hoher Wahrscheinlichkeit zu 99% absterben – wie sich das auf die Meere und Millionen vom Fischfang abhängigen Menschen auswirkt kann ich mir kaum vorstellen.

Auch der Biodiversitätsverlust ist erschreckend: Über die Hälfte der Wildbienenarten in Deutschland ist vor dem Aussterben bedroht, sieben Prozent ausgestorben oder verschollen. Bei Schmetterlingen sind es 40 Prozent, die gefährdet oder ausgestorben sind. Albert Einstein soll gesagt haben „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“ Eine Warnung, die uns wachrütteln sollte. Für mich ist es jedoch Reinhard Meys Lied vor fast 50 Jahren:

„Es gibt keine Maikäfer mehr“

 

Das der Mensch Hauptverursacher ist, ist unbestritten: Die Übernutzung der Natur, von Überfischung, Überdüngung, Pestiziden bis zur Flächenversiegelung zerstören Lebensraum und vernichten Arten. Auch Umweltverschmutzung wie der Müll in den Meeren oder der Natur und die Klimaerhitzung fördern den Trend seit letzten Jahrhundert massiv.

etwas für den schutz der artenvielfalt tun

Da wir die Umwelt nicht nur zum Leben, sondern auch zum Überleben sollte deren Schutz selbstverständlich sein. Nicht nur jede:r einzelne kann sich durch seine Ernährung, Strombeziehung, Mobilität oder Petitionen* für Biodiversität einsetzen – die wichtigste Aufgabe obliegt der Politik, indem sie Gesetze zum Schutz der Natur beschließt.

Mindestens 30% von Land- und Meeresfläche müssen geschützt und im besten Falle sich unberührt werden. Neonicotinoide (Insektenmittel) müssen besser reguliert und der enorme Flächenverbrauch eingeschränkt werden. Auch illegale Holznutzung und der Import dieser müssen verboten und entsprechend sanktioniert werden.

Und auch Deutschland muss sich daran beteiligen.

wo unser kanzler nicht sein wird

Es gibt viel zu tun. Die Herausforderungen scheinen gewaltig. Aber ebenso gewaltig ist die Notwendigkeit, etwas zu verändern. Denn zu den 1 Millionen bedrohten Arten wird der Mensch gehören, sich nichts ändert.

 

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* Petition von Greenpeace zur Rettung der Artenvielfalt:

https://act.greenpeace.de/artenvielfalt

 

Quellen: