Fleisch frisst Wald

Dorothea Winkler Greenpeace Ortsgruppe

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Hintergrundinfos zum Thema:

Durch die Abholzung von Wäldern infolge des Anbaus von Soja als Tierfutter sowie der Emissionen aus der Massentierhaltung wird die Klimakrise weiter verschärft.

Die Bundesregierung verfolgt eine Politik, die eine klimaschädliche Landwirtschaft fördert statt konsequent gegenzusteuern. Und auch beim globalen Waldschutz ist die Bundesregierung eher zögerlich.

Was es für eine grundlegende Agrarwende sowie einen konsequenten Waldschutz jetzt dringend braucht, ist eine Maßnahmenpaket aus gesetzlichen Vorgaben und Lenkung des Fleischkonsums - ein Mix aus sofort umzusetzenden und mittel- bis langfristigen Maßnahmen. Neben der Bundesregierung müssen auch Städte und Kommunen sofort handeln!

Ernährung hat einen hohen CO2 Abdruck. Der Fleischkonsum in Deutschland ist mit 60 kg pro Kopf und Jahr zu hoch. Jetzt müssen Maßnahmen ergriffen werden, um das Pariser Abkommen einzuhalten. Die wichtigsten Sofortmaßnahmen müssen die Fleischproduktion und den Fleischkonsum reduzieren, damit der Wald und das Klima besser geschützt werden:

1. Weniger Tiere in deutschen Ställen und die Senkung des Fleischkonsums

Die Bundesregierung muss sich durch klare Vorgaben stärker für eine klimafreundliche Landwirtschaft einsetzen.

2. Einführung eines Lieferkettengesetzes

Die Unternehmen müssen ihre Lieferketten transparent machen und auf Produkte aus Waldvernichtung verzichten.

3. Kein Billigfleisch in öffentlichen Kantinen

Städte und Kommunen können klare Vorgaben für die Beschaffung in öffentlichen Kantinen von Kindergärten etc. machen und Billigfleisch aus dem Essen verbannen. Weniger Fleisch und mehr Lebensmittel aus saisonalem und regionalem Bio-Anbau ist die Lösung. Städte wie München und Bremen gehen mit gutem Beispiel voran.

 

Aktionstag (12.10.2019):

Wir hatten Glück. Pünktlich zum Start unserer Aktion um 10:00 Uhr hörte es auf zu regnen und auch der Wind hielt sich in Grenzen.

 

Infostand

 

Das Rollup „Fleisch killt Wald und Klima“ ließen sich viele Emder Bürger, die an unserem Infostand vorbeikamen, ansprechen und waren bereit ein Votum abzugeben bzgl. der Frage:

„Wollen Sie, dass in Emden kein Billigfleisch und mehr Bio in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung angeboten wird?“ - Ja oder Nein?

Deutlicher als auf dem obigen Foto ersichtlich hätte das Abstimmungsergebnis nicht ausfallen können:

127 Ja-Stimmen und nur 3 Nein-Stimmen

Bei Gesprächen mit den Passanten kamen natürlich auch Aspekte wie die Bezahlbarkeit von Bioprodukten oder die notwendige Reduzierung des eigenen Fleischkonsums zum Tragen.

Fast 50 Unterschriften konnten wir auch für die Petition „Weltweit Verantwortung tragen“ sammeln.

 

Uns hat sehr gefreut, dass die örtliche Presse das Thema in ihrer Berichterstattung aufgegriffen hat. Z. B. erschienen in der OZ (Ostfriesen Zeitung) gleich zwei Artikel, wobei in einem der beiden Artikel unter der Überschrift „100 Prozent Biowaren in Kantinen gefordert“ unser Anliegen sehr ausführlich dargestellt wurde. Der Reporter vor Ort hat mehrere Bürger*innen zum Thema befragt und deren Äußerungen wie folgt zusammengfasst:

„Mehr Bio wäre gut und auch mit weniger Fleisch könne man leben. Allerdings sollte alles bezahlbar sein. So lautete die überwiegende Meinung der Befragten.“ (OZ vom 14.10.2019, Seite 10)

 

Da uns das Thema sehr am Herzen liegt und wir unserer Forderung nach „Kein Billigfleisch und mehr Bio in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung“ weiterhin Nachdruck verleihen wollen, ist für den 07.11.2019 ein Treffen mit dem Fachbereich Jugend, Schule und Sport der Stadt Emden vereinbart worden.

 

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