Studie "Neue Zeiten für deutsche Rüstungsfirmen?"

Sonja Hochgesand Greenpeace e.V. • 4 November 2021
in der Gruppe Themengruppe Frieden

 

Im Rahmen unserer Kampagne gegen Rüstungsexporte in Drittländer begegnen uns und euch immer wieder die gleichen Argumente. 

  1. Deutschland hätte bereits eine restriktive Rüstungsexportpolitik
  2. Waffenexporte seien ein notwendiges wichtiges Instrument der Außenpolitik
  3. Exporte in Drittstaaten seien notwendig, um eine leistungsfähige Rüstungsindustrie in Deutschland zu erhalten

 

Um das dritte Argument zu entkräften, haben wir eine Kurzstudie bei Prof. Dr. Miriam Zschoche von der Uni Erfurt in Auftrag gegeben. 

 

Die Studie besagt-Exporte in sogenannte Drittländer sind für Unternehmen der Rüstungsindustrie betriebswirtschaftlich nicht entscheidend, da vielfältige Alternativen existieren, den Wegfall dieses Marktes zu kompensieren. Es gibt kein wirtschaftliches Argument gegen ein Rüstungsexportverbot in Drittländer.

 

„Wenn Rüstungskonzerne in Deutschland sogar wirtschaftlich nicht auf Drittländerexporte angewiesen sind, dann sprechen alle Argumente für ein Verbot dieser Exporte. Jetzt muss auch der politische Wille dafür sichtbar werden.“
  

 

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