Plastik im Meer

Ronja Haecker Greenpeace Ortsgruppe • 13 July 2021
in der Gruppe Themengruppe Konsumwende

Laut einer neuen Studie, die in der Zeitschrift “Nature Sustainability” veröffentlicht worden ist, machen nur etwa 10 Plastikprodukte über 75% der weltweiten Meeresverschmutzung aus.

 

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Spitzenreiter sind dabei mit 14% Plastiktüten, dicht gefolgt von Plastikflaschen und Take Away Boxen. Die höchste Konzentration an Müll wurde auf dem Meeresgrund nahe der Küste und an den Küsten selber gefunden. Das liegt vor allem daran, dass durch den Wind und die Wellen der Müll immer wieder an die Küste getrieben wird und sich dort ablagert. 
Fischerei Material wie Fischernetze und Seile wurden nur in den offenen Ozeanen gefunden, hier haben sie ca die Hälfte des Mülls ausgemacht. 
Überrascht waren die Forscher*innen vor allem von dem großen Anteil an Take Away Verpackungen die ca 9% des gesamten Anteils ausgemacht haben. 

Jetzt wo das Problem erkannt ist, muss es auch Lösungen dafür geben und hierbei sind die Forscher*innen sich alle einig. Es muss ein einheitliche Verbote von Einweg Plastik überall dort geben wo es möglich ist. Außerdem sollen Hersteller Verantwortung für den Müll übernehmen, den sie produzieren und auch für die sichere Entsorgung dieses Mülls. So soll vermieden werden das Plastikmüll, der eigentlich recycelt werden soll, in verschiedene Länder verschifft wird. Greenpeace hatte Anfang Mai diesen Jahres aufgedeckt, dass britischer Recycling Müll mit Container in die Türkei verschifft worden ist um dort auf illegalen Mülldeponien verbrannt zu werden. 

Die mit dem novellierten Verpackungsgesetz in Kraft tretenden Verbote für Strohhalme,"..." Wattestäbchen und ähnliches ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung aber bei weitem nicht ausreichend. Denn sie machen nur ca 2% des gesamten Plastikmülls in den Meeren aus. 
Wenn es nicht zu einer Erweiterung des Verbots kommt, so die Wissenschaftler*innen, dann würde es keine Wirkung erzielen. 
Deswegen ist es wichtig, dass dieses Gesetz verschärft wird. Wir fordern, dass vor allem die darin enthaltene Mehrwegoption zu einer Mehrweg Pflicht wird. Denn wie auch diese Studie zeigt, sind ca. 9% des gesamten Plastikmülls Take Away Boxen und Besteck, welches sich leicht durch eine Mehrwegvariante ersetzen lassen könnte. 

Denn die Zukunft muss unverpackt sein. 
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