neue Greenpeace-Studie "Europe's (Green) Recovery"

Melanie Manegold Greenpeace e.V. • 28 October 2020

Anfang 2020 stellte die EU Kommission den Green Deal vor. Er soll unter anderem festschreiben, dass die EU ab 2050 ihre restlichen Emissionen mit dem Ausbau von “CO2 Speichern” ausgleichen will. Neben dieser langfristigen Zielsetzung hat sich die EU im Pariser Klimaschutzabkommen auch verpflichtet ein Ziel für 2030 zu formulieren. 

Aber reichen die aktuellen Vorschläge aus, um uns alle langfristig zu schützen?

Im September gab es von der EU-Kommission einen konkreten Vorschlag für die CO2-Reduktion: Eine Senkung um mindestens 55% – netto, also mit der Anrechnung der CO2 Senkenleistung von Wäldern. Damit sieht das Ziel auf dem Papier ehrgeiziger aus, als es ist. 

Ach dem Europäische Parlament war das Ziel zu wenig ambitioniert. Es forderte 60% Senkung der Emissionen ohne Schönrechnung! Endgültig festgelegt wird das EU-Klimaziel bis Ende des Jahres 2020 in Abstimmung zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der europäischen Mitgliedstaaten.

Wir fordern, dass im finalen Text des EU Klima-Gesetzes keine Hintertür für internationalen Emissionshandel eingebaut werden. Diese könnte es nämlich den reichen EU Ländern erlauben, billige Emissions-Zertifikate aus Entwicklungsländern zu kaufen, um weiter die Atmosphäre mit Emissionen zu belasten. Billige Zertifikate würden verschmutzende Industrien weiter am Leben erhalten, die nötige Veränderung verlangsamen, und vor allem würde dieser Ablass-Handel das Gegenteil von Klimagerechtigkeit bedeuten. 

Es gibt eine deutsche Zusammenfassung der Studie, die ihr hier findet.

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