Protest gegen die Zerstörung von Dörfern für Braunkohle

Luisa Keßling Greenpeace Ortsgruppe

Am 13.03.21 protestieren Greenpeace Aktivist*innen in 47 Städten vor historischen Kirchen, um auf die Umsiedlung und Zerstörungen der Dörfer im Gebiet des Tagebaus im Rheinischen Revierland aufmerksam zu machen.

Deswegen haben sich auch zwei Aktivistinnen vor der Bochumer Lutherkirche am Stadtpark eingefunden.

In NRW steht in diesem Frühling eine Leitentscheidung an, wie die Grenzen des Tagebaus im Rheinischen Revierland zukünftig gesteckt werden. Trotz des Kohleausstiegs hält Ministerpräsident und seit neuestem CDU-Vorsitzender Armin Laschet bisher an der geplanten Umsiedlung von weiteren Dörfern für den Braunkohleabbau fest, über 1500 Menschen sollen umgesiedelt werden. Damit wäre der Weg frei zur Förderung von bis zu weiteren 900 Millionen Tonnen Braunkohle bis 2038 durch den Energiekonzern RWE. Durch die Abbaggerung dieser Menge wird die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens für Deutschland unmöglich gemacht.

Kritik an den Braunkohleplänen kommt auch aus den kirchlichen Reihen. Im Januar hatte der Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser die erbetene Entweihung der Kirche von Keyenberg - eines der bedrohten Dörfer - vorerst ausgesetzt. Die Entweihung wäre Voraussetzung für den späteren Abriss durch den Kohlekonzern RWE. Der Bischof betonte in seiner öffentlichen Erklärung, dass für den Klimaschutz ein konsequentere Verringerung des CO2-Ausstoßes und somit des Tagebaus nötig ist und der Erhalt der Dörfer möglich ist.

Die Zerstörung von Kirche, Kultur und Klima ist ein Farce für die christlichen Werte der Union.