Pestizide und das EU-Mercosurabkommen

Thomas Teufel Greenpeace Ortsgruppe

Sie mögen Mangos, Papayas, Feigen, Melonen und Trauben? Gut so - mögen Sie auch Pestizide in Ihrem Obst? Kaum - aber wussten Sie, dass aktuell bei Stichproben mit 70 Früchten aus Brasilien, drittgrößter Verbraucher von Pestiziden weltweit, in 59 Fällen insgesamt 35 Pestizide nachgewiesen wurden; davon 11 Pestizide, die in der EU verboten sind?

Mit dem Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten, das vor dem Abschluss steht, wird dieses Problem zunehmen, da die Zölle auf Pestizide fast gänzlich verschwinden; damit wird die chemische Industrie mehr Giftstoffe nach Südamerika liefern, auch hierzulande verbotene, und wir werden mehr davon mit dem Essen auf unseren Tisch zurückbekommen. 

Außerdem wird auch der Export von Rindfleisch in die EU billiger und attraktiver, was zum einen bedeutet, dass mehr Amazonas-Regenwald für Weideflächen gerodet wird, zum anderen Landwirte in der EU nicht mehr konkurrenzfähig sein werden.

Wir haben dazu einen Informationsstand am Samstag, 22, Mai, von 9.30 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Sindelfingen aufgebaut. Unter Coronabedingungen rechneten wir nur mit geringen Zahlen interessierter Menschen, wurden aber sehr positiv überrascht von zahlreichen Fragen und Diskussionen; eine ganze Reihe unterschrieb auch die Greenpeace-Petition zum Thema (siehe Anlage). 

Einen entsprechenden QR-Code gibt es auch:

 

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