Meer kein Industriegebiet

Die Gier nach Meer

Agnès Lamacz Greenpeace Ortsgruppe
in der Gruppe Greenpeace Freiburg

Das Meer ist kein Industriegebiet!

 

Unsere Ozeane sind nicht nur wunderschön und faszinierend, sondern überlebenswichtig – für uns alle! Als Wiege des Lebens und größter Lebensraum der Erde beherbergen sie eine riesige Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Außerdem produzieren sie mehr als die Hälfte des Sauerstoffs zum Atmen, liefern Nahrung für Millionen von Menschen, regulieren das Klima und drosseln die menschgemachte Erderhitzung. Kurz: Unsere Ozeane sind unser Lebensgarant.

Doch wir plündern, zerstören und verschmutzen unser „blaues Wunder“, als ob es kein Morgen gäbe! Systematisch. Industriell. Erbarmungslos. Von den Polkappen bis zum Äquator, von der Küste bis zur Hohen See, von sonnendurchfluteten Korallengärten bis in die geheimnisvolle Tiefsee. Vor allem unsere Gier nach Ressourcen wie Öl, Gas, Metalle, Sand, Kies – oder auch Fisch – kennt im Meer keine Grenzen. Es wird getrawlt, gebohrt, gebaggert, gesprengt, vermüllt, vergiftet... Die Folgen: Massive Zerstörung von Lebensräumen und drastisches Artensterben. Ökosysteme geraten zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Deutschland muss endlich seiner Verantwortung für gesunde, artenreiche und produktive Ozeane gerecht werden. Gelingen kann dies nur mit rigorosen Meeresschutz und (wenn überhaupt) mit einer konsequent nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen. Industrieller Raubbau gehört definitiv nicht dazu!

Am 11. und 12.11. konnten wir viele Unterschriften in Freiburg-Rieselfeld und in der Innenstadt sammeln und möchten uns bei allen bedanken, die gemeinsam mit uns von der Bundesregierung fordern:

1. Kein Vorantreiben oder Unterstützen von neuen Öl- und Gasbohrungen – weder in nationalen noch in internationalen Gewässern – sowie ein Ende der bestehenden Öl- und Gasförderung in der deutschen Nord- und Ostsee zum schnellstmöglichen Zeitpunkt;

2. Kein Startschuss für Tiefseebergbau, Stopp sämtlicher laufender Vorbereitungen;

3. Stopp von Sand- und Kiesabbau in bestehenden Schutzgebieten;

4. Ein Ende der systematischen Überfischung und sofortiger Stopp schädlicher Fischereimethoden – vor allem in bestehenden Schutzgebieten – sowie Fangverbote für gefährdete Arten;

5. Ein weltweites Netzwerk von Schutzgebieten, das bis 2030 mindestens 30 Prozent der Ozeane vor menschlichen Eingriffen bewahrt – einschließlich der schnellstmöglichen Ausweisung eines Schutzgebiets im antarktischen Weddellmeer.

Diese Petition kannst du auch online unterschreiben und teilen: https://act.greenpeace.de/industriegebiet-meer

Das Meer ist kein Industriegebiet