Auswirkungen der “Wegwerf”-Wirtschaft auf die Treibhausgasemissionen

Joana Karow Greenpeace Ortsgruppe • 25 January 2022
in der Gruppe ReUse Revolution

Einer neuen Studie der Organisation Circle Economy zufolge werden die Auswirkungen der “Wegwerf”-Wirtschaft auf die Treibhausgasemissionen von den Regierungen vernachlässigt. Seit dem Pariser Abkommen im Jahr 2015 wurden über eine halbe Billion Tonnen Rohmaterialien verbraucht. Allein die Herstellung und Nutzung von Produkten machen schätzungsweise 70% der Treibhausgasemissionen aus. Doch die Klimaschutzziele der Regierungen konzentrieren sich größtenteils auf die Nutzung fossiler Brennstoffe. Der wachsende Konsum von Kleidung bis zu Gebäuden kommt dabei zu kurz.

Die Forscher:innen der Studie schätzen, dass das 1,5-Grad-Ziel erreicht werden könnte, wenn mehr recycelt werden würde. Außerdem sollten der Materialverbrauch und die Ressourcengewinnung um 28% sinken. Die Kreislaufwirtschaft mit einer Recyclingquote von fast 100% würden ihnen zufolge nur ein Drittel der Staaten in ihren Klimaplänen berücksichtigen. Wobei global rund 70% mehr Rohstoffe verbraucht werden, als von dem Planeten nachhaltig zur Verfügung gestellt werden könnten. Nach Analyse der Forscher:innen war der jährliche Ressourcenverbrauch im Jahr 2016 bei rund 89,8 Milliarden Tonnen und stieg auf 101,4 Milliarden Tonnen im letzten Jahr an. Zudem wurden 2020 mit einer Quote von 8,6% weniger Materialien recycelt als 2018 mit 9,1%. Die Verwendung der Materialien wird zwar effizienter, aber die Gesamtnachfrage steigt im Vergleich dazu noch rasanter an. 

Jedoch werden auch einige Strategien zur Reduktion des globalen Materialverbrauchs genannt. Dazu zählen die Reparatur von Elektrogeräten zu vereinfachen und das Recycling von Produkten bereits im Designprozess von Gegenständen mitzudenken. Zudem sollen Mietmodelle für Gebrauchsgegenstände wie Autos beliebter werden als der Neukauf und die Verwendung von Einwegplastik soll reduziert werden. Recycling muss als wichtiger Teil des Klimaschutzes mitgedacht werden.

Damit ist klar: Der Weg aus der Wegwerfgesellschaft ist der beste Klimaschutz! Sinnlose Zerstörung von Ressourcen muss endlich gesetzlich gestoppt werden, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen - unterschreibt und teilt unsere Petition an Frau Lemke!

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