Greenpeace Amazonas Expedition im Juni 2022

Melanie Manegold Greenpeace e.V. • 16 June 2022

Expedition in den Amazonas

Im Juni erkundet eine von Greenpeace Brasilien organisierte ??? Expedition für drei Wochen den Amazonas-Regenwald, um die Schönheit ?, aber auch die Bedrohung ?, der die Region ausgesetzt ist, aufzeigen.

Mit dabei sind etwa 15 Wissenschaftler:innen aus Brasilien und Kampaigner:innen aus verschiedenen Ländern. Auch aus dem deutschen Büro nimmt eine Kampaignerin an der Expedition teil. Außerdem ist der Schauspieler und Musiker Moritz Jahn aus Hamburg dabei, um die Expedition zu unterstützen.

Ort der Expedition ist der Bundesstaat Amazonas im brasilianischen Amazonasgebiet. Dort hat die Entwaldung in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Zusätzlich sollen eine neue Autobahn gebaut werden und ein staatliches Förderprogramm die Landwirtschaft vorantreiben, was den Druck auf den Wald noch weiter erhöht. 

Während der Reise werden die Wissenschaftler:innen die ? biologische Vielfalt ? des Gebiets untersuchen, während die Kampaigner:innen Video- und Bildmaterial erstellen, um die Erkenntnisse zu teilen und zu verbreiten. Bei einem ? Überflug des Gebietes werden sie sich die vorhandenen Waldschäden von oben angucken, mit einem ⛵ Boot über den Fluss in den Regenwald hineinfahren sowie ? zu Fuß entwaldete Gebiete begehen.

Außerdem wird ein ? Dialog mit Bewohner:innen des Gebiets stattfinden, um ihre Perspektiven und Stimmen einzufangen und ihre Sicht auf die Wichtigkeit des Schutzes des Amazonas einzubringen. Denn ein ganz konkretes Ziel der Expedition ist es, das Bestreben der Bewohner:innen des Gebiets nach einem ❗ Schutzgebiet zu unterstützen, welches ermöglicht, dass die dort lebenden Menschen ihre traditionellen Lebensweise bewahren können, zu der auch der Erhalt der Wälder gehört.

Amazonas

Gerade dieses Jahr ist besonders entscheidend für den Amazonas-Regenwald und das Klima. Nicht nur, weil die brasilianischen Wähler:innen darüber entscheiden werden, ob einer der gefährlichsten Staatsmänner der Geschichte an der ? Macht bleibt.

Dieses Jahr ist eines der letzten Jahre, in denen wir verhindern können, dass der Amazonas-Regenwald aufgrund fortschreitender Entwaldung und Klimawandel einen ? Kipppunkt ohne Rückkehr erreicht. Abgesehen von den schwerwiegenden Folgen, die der Verlust des Amazonas-Regenwaldes für das Klima hat, besteht die große Gefahr, dass wir unzählige Tier- und Pflanzenarten verlieren, die teilweise noch als unbekannt gelten.

Das Ziel der Expedition in Brasilien ist daher den Amazonas bei den im Herbst bevorstehenden Präsidentschaftswahlen auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem soll das Wissen über die südliche Entwaldungsgrenze des Amazonasgebiet ausgebaut und eine starke Bewegung für die Schaffung des Schutzgebietes formiert werden. Zusätzlich sollen die Vorteile einer ökologischen Transformation des Wirtschaftens, herausgestellt werden.

Für uns in Deutschland und in Europa resultiert aus der Amazonas-Expedition vor allem die Forderungen nach einem starken EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz und für einen Stopp des EU-Mercosur-Handelsabkommens.  

Diese Reise ist gerade jetzt so wichtig, da der Schutz des Amazonas-Regenwaldes von grundlegender Bedeutung ist, um die Klima- und Biodiversitätskrise zu minimieren, und noch wichtiger für die Menschen, die dort leben. Die Wissenschaft warnt vor der immer realer werdenden Möglichkeit, dass der Amazonas bald seinen Kipppunkt erreicht und sich nicht mehr selbst erhalten kann, sondern von den Rändern her austrocknet und versteppt, also zu einer Art Savanne wird.

Wir halten euch hier in diesem Beitrag über die Expedition auf dem Laufenden. ?