Greenpeace Bodensee: Unsere Themen

Georg Häusler Greenpeace Ortsgruppe • 22 November 2021

Am Donnerstag, 6. August, errichtete Greenpeace Bodensee ein Peace-Zeichen aus mehr als hundert Kerzen auf dem Konstanzer Münsterplatz - in Erinnerung an den Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima vor 75 Jahren. Genau um 1.15 Uhr, dem Zeitpunkt der Explosion der Hiroshima-Atombombe, zündeten wir die Kerzen an und gedachten der Opfer. Zeitgleich erinnerten Greenpeace-Ehrenamtliche in mehr als 50 Städten an die Atombombenangriffe von Hiroshima und Nagasaki. Am Nachmittag desselben Tages setzen Greenpeace Bodensee und die Künstlerin Cornelia Pfitzer zudem mit einem gemeinsamen Street-Art-Projekt ein Friedenszeichen auf dem Luisenplatz in Radolfzell. Das 2 mal 3 Meter große Gemälde heißt "Phönix aus der Asche 2020" und steht sinnbildlich für den Menschen, der immer wieder versucht, sich aus den Zerstörungskräften zu befreien und sich auf das wahre Sein zu besinnen. In diesen apokalyptischen Zeiten soll damit der Mensch aufgerufen werden, der Unvernunft und heillosen Vernichtung etwas Gutes entgegenzusetzen. Das Bild soll Mut machen und Hoffnung wecken. Mehr dazu unter: https://www.wochenblatt.net/wochenblatt-tv/video/friedensaktionen-von-g… Am 6. August 1945 passierte das bis dahin Unvorstellbare: Die erste jemals eingesetzte Atombombe wurde auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen, am 9. August 1945 eine zweite Atombombe auf Nagasaki. Bei diesen Angriffen starben laut Schätzungen mehr als 200.000 Menschen. Noch heute leiden die Menschen dort an den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Ein Dreivierteljahrhundert ist eigentlich eine lange Zeit - und doch haben die Atombombenangriffe von damals einen traurigen Bezug zur Gegenwart. Die Bedrohung durch einen Atomkrieg im Jahr 2020 ist nach Einschätzungen von Wissenschaftlern so groß wie nie zuvor: Die Doomsday Clock steht gerade einmal 100 Sekunden vor zwölf. Damit die Gräueltaten von damals nicht in Vergessenheit geraten und sich die Geschichte nicht wiederholt, haben Greenpeace-Ehrenamtliche mit Lichtaktionen und Kunst in ganz Deutschland an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki erinnert und dabei auch an die Bundesregierung appelliert: So etwas darf nie wieder geschehen! Deshalb fordern wir, dass die 20 US-Atombomben, die im rheinland-pfälzischen Büchel stationiert sind, abgezogen werden. Diese Bomben, die im Kriegsfall von deutschen Piloten ins Ziel geflogen werden sollen, haben Fachleuten zufolge jeweils eine mindestens zehnfache Sprengkraft der Hiroshima-Atombombe. Wir fordern weiterhin, dass Deutschland endlich den #Atomwaffenverbotsvertrag unterschreibt. Diese Einstellung teilen Sie auch? Dann unterzeichnen Sie unser Friedensmanifest: https://act.gp/3eBOLck Laut einer im Juli veröffentlichten Greenpeace-Umfrage befürworten 92 % der Bürger, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreibt und damit alle Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hatte am 1. und 2. Juli 1.008 Menschen im Auftrag von Greenpeace hierzu befragt.