Sinehs Erfahrungsbericht: Mein Tag mit den Baka

Melanie Manegold Greenpeace e.V. • 2 February 2022

„Kleine Taten, wenn sie von Millionen von Menschen vorangetrieben werden, können die Welt verändern“

Dieses Motto treibt Sineh Edel-Queen jeden Tag aufs Neue an. Die 25-jährige kamerunische Aktivistin setzt sich aktiv zusammen mit Greenpeace für den Umweltschutz in ihrer Heimat ein. 

Die fortschreitende Entwaldung in Kamerun führt dazu, dass zunehmend Lebensraum zerstört wird. Das trifft viele Indigene Gemeinschaften, wie beispielsweise die Baka, deren Gebiete durch den illegalen Holzeinschlag und die generelle Waldzerstörung immer mehr zerstört werden

Anlässlich des Baka Gemeinschaftsfestes verbrachte Sineh einen Tag lang mit ihnen und durfte einen Einblick in ihre Bräuche und Traditionen gewinnen. Zum internationalen Tag der Indigenen Bevölkerung 2020 veröffentlichte Sineh dazu einen entsprechenden Blogpost

Die Baka leben in Kamerun, der Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und Gabun. Durch Holzeinschlag werden die Nutzungsgebiete der Baka immer weiter eingeschränkt. Die Zerstörung des Regenwaldes führt dazu, dass zudem immer mehr Pflanzen- und Tierarten verschwinden, die Bestandteil der Lebensweise der Baka sind.

Falls du mehr über Sinehs Tag und ihre Erfahrungen bei den Baka lesen möchtet, dann schau gerne bei ihrem Blogpost vorbei ??.

porträt sineh

 

Und das sagt Sineh über sich selbst:

Introduction

I’m called Sineh Edel-Queen, a female Cameroonian age 25. I am passionate about environmental protection and i live this passion daily through GP as a volunteer. My everyday slogan and motivation "small acts, when multiplied by millions of people can transform the world". I believe creating awareness through environmental sensitization is the key to achieve environmental protection.

Threat

I had the opportunity to meet and interact with the Baka Indigenous community by participating in the Baka community festival. The forest is their home, their culture, their heritage, their beliefs, their everything encompassed together. The Baka community, like all other communities living in the forests are facing threats and risk losing their identities. The threats they face are; deforestation, from companies like Sudcam, illegal logging and many more. Greenpeace and her volunteers have carried out many activities to denounce Sudcam and other companies in the Congo basin forest such as petition. The Congo Basin Forest, is a biodiversity hotspot and habitat to many species some of which have been classified; endangered, vulnerable and almost extinct, it is also the World's second carbon sink and destroying it will release its carbon stock which will worsen what we are currently facing.

Short Background

Ignorance about the fact that our everyday activities affect the environment either positively or negatively which in turn affects us directly or indirectly may lead us to a point of no U-turn. Taken part in several environmental activities; clean-up campaigns, tree planting, sensitization to enumerate a few. The zeal to change people's mindset makes environmental sensitization my best activity. It gives me immeasurable joy.

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Hier die deutsche Übersetzung von Sinehs Text:

Einführung

Ich heiße Sineh Edel-Queen, bin Kamerunerin und 25 Jahren alt. Ich bin leidenschaftliche Umweltschützerin und engagiere mich als Freiwillige bei Greenpeace. Meine tägliche Motivation finde ich in dem Motto: „Kleine Taten, wenn sie von Millionen von Menschen vorangetrieben werden, können die Welt verändern“. Ich glaube, dass ein Bewusstsein für unsere Umwelt der Schlüssel zum Umweltschutz ist.

Bedrohung

Ich hatte die Gelegenheit, die Indigene Gemeinschaft der Baka zu treffen und an ihrem Gemeinschaftsfest teilzunehmen. Der Wald ist ihr Zuhause, ihre Kultur, ihr Erbe, ihr Glaube, ihr ein und alles. Die Baka sind, wie alle anderen in den Wäldern lebenden Menschen, Bedrohungen ausgesetzt. Sie laufen Gefahr, ihre Identität zu verlieren. Sie werden durch Waldzerstörung für Kautschukplantagen, illegale Holzeinschläge und vieles mehr bedroht. Greenpeace und Freiwillige haben bereits viel gemacht, um Kautschuk-Unternehmen im Wald des Kongobeckens anzuprangern. So wurde zum Beispiel eine Petition gestartet. Der Regenwald im Kongobecken ist ein Biodiversitäts-Hotspot und Lebensraum für viele Arten, von denen einige gefährdet, bedroht oder fast ausgestorben sind. Der Wald ist auch die zweitgrößte Kohlenstoffsenke der Welt. Seine Zerstörung wird den in ihm gebundenen Kohlenstoff freisetzen, was unsere derzeitige Situation verschlimmern wird.

Kurzer Hintergrund

Die Unkenntnis darüber, dass unser alltägliches Handeln die Umwelt entweder positiv oder negativ beeinflusst, was wiederum uns direkt oder indirekt betrifft, kann uns zu einem Punkt führen, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ich habe mitgemacht an Umweltaktivitäten, Aufräumaktionen, Baumpflanzungen oder Aufklärungsarbeit, um nur einige zu nennen. Die Denkweise der Menschen zu ändern und ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen, ist für mich eine meiner wichtigsten Aufgaben. Es bereitet mir unermessliche Freude.