Klimagesund essen - so geht's

Kerstin Fleischer Greenpeace e.V. • 6 September 2022

Jetzt geht‘s los mit dem klimagesundem Essen! 

Die Planetary Health Diet ist keine klassische Diät mit Einschränkungen und Frust. Viele bekannte und beliebte Gerichte passen schon sehr gut in diese Ernährungsform oder lassen sich mit wenigen Änderungen anpassen. Fleisch in Eintöpfen und Soßen lässt sich ganz einfach durch Hülsenfrüchte oder Sojaprodukte ersetzen. So wird beispielsweise aus der klassischen Hackfleisch-Bolo im Handumdrehen eine Linsen-Bolo mit Vollkornnudeln oder aus Chilli con Carne ein Chilli sin Carne mit Sojageschnetzeltem und Naturreis. Und nebenbei lernt man viele neue Geschmäcker und Zutaten aus aller Welt kennen, die Kochen und Essen zum Genuss machen

Zur Inspiration haben wir eine kleine Auswahl zusammengestellt. Dies sind natürlich nur Beispiele und kein Ernährungsplan. Damit die Planetary Health Diet einfacher ist im Alltag umzusetzen ist, kannst du die Karte  für die Hosentasche nutzen. 

(c) Health for Future

 

Rezepte, Wochenpläne und Tipps für den Start in eine pflanzenbetone Ernährungsweise: 

  • Der WWF hat für Besseresser:innen einen ganzen Wochenplan mit Rezepten zusammengestellt. Den gibt‘s in vegan, vegetarisch und flexitarisch.
  • Frage bei deiner Krankenversicherung nach Präventionskursen, die nach §20 SGB V zertifiziert sind. Du findest Kurse online und vor Ort zu den Themen: Ernährung, aber auch Bewegung, Stressbewältigung oder Suchtmittelkonsum. Dabei können zwischen 80 Prozent bis 100 Prozent der Kurskosten von deiner Krankenkasse erstattet werden.
  • Mehr Webseiten und Informationen auf der Seite von Health for Future

Diese Kochbücher widmen sich explizit der Planetary Health Diet:

🥕Johann Rockström, der bekannte Klimawissenschatler und Pionier im Bereich Planetary Health hat sich höchstpersönlich an den Herd gestellt und das Kochbuch EAT GOOD herausgebracht:

🥕Die Parents for Future haben ihr eigenes Kochbuch zum Schlemmen for Future geschrieben

(Text bis hierher und weitere Informationen bei Health for Future

Weitere Tipps für eine klimagesunde Ernährung:

  1. Lebensmittelabfälle vermeiden: Rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr landen bei uns im Müll, 60 Prozent davon in privaten Haushalten - das sind rund 80 kg pro Person und Jahr. Was hilft: kleine Portionen kaufen, gute Lagerung, alles vom Lebensmittel verwerten, Zero-Waste-Kochen. Produkte nicht gleich wegwerfen, sondern auf Verzehrbarkeit prüfen, auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Hier erfährst du mehr dazu.
  2. Bio-regional und saisonal - zu Hause und unterwegs: Ökologisch produzierte Lebensmittel schonen die Umwelt, besonders wenn sie regional und saisonal sind. Ob beim Einkauf fürs Kochen zu Hause oder in der Kantine unterwegs: setze auf eine pflanzenbasierte, ökologische Ernährung.

Literatur:

  • CPHP, Policy Brief 01-2022 (06.09.2022)
  • Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), Factsheet: Wie man durch bewusste Ernährung das Klima schützen kann – und dabei auch noch gesund bleibt.
  • Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), Transformation des Ernährungssystems dringend notwendig: drei Umsetzungsvorschläge
  • Development Initiatives, 2018. 2018 Global Nutrition Report: Shining a light to spur action on nutrition. Bristol, UK: Development Initiatives.
  • Die Bundeszentrale für Ernährung hat ein Handbuch in einfacher Sprache veröffentlicht:

Alles zur Planetary Health Diet auf der Greenwire-Kampagnenseite "Klimagesund essen"