Die Klimaklage - für ein Recht auf Zukunft

Simone Knorr Greenpeace e.V. • 19 September 2019
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Wir verklagen die Bundesregierung

Die Erderhitzung führt schon jetzt auch in Deutschland zu drastischen Folgen. Doch die Bundesregierung handelt nicht. Gemeinsam mit Greenpeace fordern mehrere Kläger*innen ein Recht auf Klimaschutz. Sie verklagen deshalb die Bundesregierung.

Hier könnt ihr die Klimakläger*innen unterstützen

Gute Nachricht vom 8. August 2019: Das Verwaltungsgericht Berlin hat eine mündliche Verhandlung zur Klimaklage angesetzt: Am Donnerstag, den 31. Oktober 2019 um 10 Uhr steht die Bundesregierung von Angela Merkel wegen unterlassenem Klimaschutz vor Gericht. Für die drei Familien und Greenpeace ist das ein wichtiger Etappensieg. Es ist das erste Mal, dass ein Gericht in Deutschland den mangelnden Klimaschutz der Regierung verhandelt.

Aktuelle Entwicklungen rund um die Klimaklage findet ihr hier

Regierungen auf der ganzen Welt haben es bis heute versäumt, der Erderhitzung entschlossen entgegenzutreten und ihre Bürger*innen vor den Folgen zu schützen. Dazu gehört auch die deutsche Bundesregierung. Bis 2020 wollte Deutschland einen beträchtlichen Teil seines Ausstoßes des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 einsparen: 40 Prozent, im Vergleich zum Jahr 1990. Dieses verbindliche Ziel wird von der Bundesregierung bei Weitem verfehlt. Es scheitert nicht an der technischen Machbarkeit, sondern einzig am politischen Willen. Dafür kann man sie verantwortlich machen. Deswegen klagen wir.

Wir ziehen gemeinsam vor Gericht, weil vielen Menschen aufgrund der Erderhitzung Unrecht widerfährt: Ernten fallen aus, ihr Zuhause wird von Überschwemmungen bedroht, schlechte Luft und anhaltende Hitze schaden der Gesundheit von Mensch und Tier. Einen ersten Eindruck, welche Auswirkungen die Erderhitzung haben könnte, erfuhr Deutschland bei der anhaltenden Hitze des Sommers 2018. Die schlimmsten Folgen können wir noch aufhalten – wenn die Erderhitzung unter den kritischen 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau bleibt.

Infos zu den Klimaklärger*innen, genauen Inhalt der Klage und weitere Infos gibt es hier