Globaler Klimastreik

Hans Forstner Greenpeace Ortsgruppe
Veranstaltungsdatum 24 Apr. '20 12:00 - 14:00
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Der Kampf gegen das Coronavirus und der Schutz unserer Gesundheit sind im Moment das wichtigste. Die Corona-Pandemie zeigt uns aber auch: Um Krisen zu bewältigen müssen wir auf die Wissenschaft hören, entschlossen handeln und solidarisch zusammenhalten. Nur so können wir das Schlimmste verhindern und die Verwundbarsten in unserer Gesellschaft schützen.

Genau dasselbe gilt auch für die Klimakrise !!

Und die Klimakrise macht auch während der Pandemie keine Pause. Die Erde hat sich bereits um mehr als ein Grad Celsius erhitzt. Die für Millionen Menschen katastrophalen Folgen sind weltweit nicht mehr zu übersehen. Deshalb ist Engagement für besseren Klimaschutz auch in Zeiten von Corona notwendig!

Weil Demonstrationen auf der Straße derzeit nicht möglich sind, rufen Fridays for Future am                                 Freitag, 24. April um 12 Uhr

weltweit zum ersten virtuellen Klimastreik auf - und ihr könnt von zu Hause teilnehmen:

 

  • Kommt am 24. April um 12 Uhr zum Livestream von Fridays for Future. Wie bei einer echten Demo treten dort Redner*innen und Künstler*innen auf:

            https://www.youtube.com/watch?v=9EUVRPSWJsk&feature=share

  • tragt euch in die Klimastreik-Karte ein

                                  https://www.klima-streik.org

  • Gestaltet ein Demoschild und stellt es ins Fenster, auf den Balkon oder wo es sonst gut zu sehen ist

  • Sagt es weiter: Online-Mobilisierungsmaterial, mit dem Sie Ihre Freund*innen, Familie und Bekannten an den Klimastreik erinnern können, finden Sie unter                      www.klima-streik.org

 

Wir müssen jetzt versuchen, Einfluß darauf zu nehmen, wie mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie umgegangen wird. Wichtig dabei ist unter anderem:

  • die Corona-Krise darf nicht als Ausrede herhalten, um bereits beschlossene, notwendige Schritte beim Klimaschutz, wie den Kohleausstieg, die Einführung des CO2-Preises oder die europäischen CO2-Standards für Neuwagen auf die lange Bank zu schieben

  • alle Konjunkturpakete müssen - neben der Förderung von Beschäftigung und Wertschöpfung - auch den Klimaschutz voranbringen. Vor allem Investitionen in den Ausbau Erneuerbarer Energien und einer nachhaltigen Infrastruktur können der Wirtschaft wieder Schwung geben und neue Arbeitsplätze schaffen - und bringen uns gleichzeitig einen großen Schritt weiter in eine klimagerechte Zukunft

Jetzt entscheidet sich, wie die Welt nach Corona aussehen wird: klimafreundlich oder voller dicker Autos. Die Autolobby hat sich schon in Stellung gebracht: Sie fordert von der Großen Koalition staatliche Zuschüsse für jedes neu gekaufte Auto. Zwei mächtige Ministerpräsidenten, Stephan Weil (SPD) und Markus Söder (CSU), sind den Konzernen sofort beigesprungen. Ziehen sie die Bundesregierung auf ihre Seite, wären die Prämien für SUV und Co. nicht mehr zu stoppen.

Die Große Koalition ist anfällig für klimaschädliche Vorschläge der Autolobby – das hat sich schon in der Finanzkrise 2009 gezeigt: Mit einer „Abwrackprämie“ kurbelte die Bundesregierung damals den Kauf von Neuwagen an. Die Folge: Tausende neue Autos, die heute unsere Straßen verstopfen – und im Schnitt deutlich klimaschädlicher sind als ihre Vorgänger.Die Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Claudia Kemfert warnt, dieser Fehler dürfe sich auf keinen Fall wiederholen: „Damals wurde ein Hebel falsch umgelegt, der noch heute unsere Klimabilanz schädigt.“

Auch in Brüssel hat die Autolobby es schon versucht: Vor wenigen Tagen erst wetterten die Konzerne gegen die CO2-Grenzwerte.

„Wir haben es mit der mächtigsten Lobby im ganzen Land zu tun“, sagt Leonie Bremer, 22, Aktivistin bei Fridays for Future.

„Um die zu stoppen, brauchen wir von Fridays for Future Unterstützung.“ Kanzlerin Merkel und ihr Kabinett werden den Protest genau beobachten. Damit die Online-Demo auch sicher bei den Richtigen ankommt, bringen wir den Protest ins Regierungsviertel – und übertragen die Demo per Lautsprecher dorthin.

Deshalb: Seid am 24. April um 12:00 Uhr dabei bei der größten Online-Demo aller Zeiten, beim ersten globalen virtuellen Klimastreik und demonstriert gemeinsam mit Fridays for Future und Greenpeace für einen wirksamen Klimaschutz! Auch wenn wir dieses Mal nicht zusammen auf die Straße gehen können, lasst uns gemeinsam ein Zeichen für eine Zukunft ohne Klimakrise setzen!

Wenn richtig viele Menschen teilnehmen, wird das die Entscheidung der Politiker*innen beeinflussen. Dafür müssen sie sehen: Wir Bürger*innen wollen mit unserem Steuergeld nicht die Autoindustrie finanzieren.