Neue Studie von Greenpeace International zur Anheizung des Hungers in der Welt! Die größten Agrarkonzerne der Welt haben seit 2020 mehr Milliardengewinne gemacht als es bräuchte, um die Grundbedürfnisse der Ärmsten der Welt zu decken.
Beim Einkauf von Lebensmitteln sind die hohen Inflationsraten der vergangenen Monate besonders spürbar. Allein im Verlauf des vergangenen Jahres hat sich der Einkauf für das tägliche Essen um mehr als 20 Prozent verteuert. Der Preisanstieg hat verschiedene Gründe – die Corona-Pandemie und die aufgrund des Überfalls Russlands auf die Ukraine gestiegenen Energiekosten spielen eine entscheidende Rolle. Zugleich haben aber multinationale Konzerne die Krisen genutzt, um mehr Profit zu machen. Sie haben enorme Gewinne an ihre Eigentümer:innen und Aktionär:innen ausgeschüttet, die vor allem in den Globalen Norden fließen – während Tausende von Menschen auf der ganzen Welt zunehmend damit zu kämpfen haben, ihre Familien zu ernähren.
Den Umfang dieser Einkommens- und Vermögensverteilung belegt eine heute von Greenpeace International veröffentlichte Studie. Danach haben die international marktbeherrschenden Unternehmen der Getreide-, Düngemittel-, Fleisch- und Milchindustrie in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 rund 53,5 Milliarden Dollar über Dividenden oder Aktienrückkaufprogramme an ihre Anteilseigner:innen ausgeschüttet. Zum Vergleich: Im Dezember 2022 schätzten die Vereinten Nationen, dass im Jahr 2023 51,5 Milliarden Dollar benötigt werden, um 230 Millionen der am meisten vom Hunger bedrohten Menschen auf der Welt zu retten.