Manipulierte Medien
Wir sind am 24.2.2022 in einer anderen Welt aufgewacht sagen uns die deutschen Medien. Ja, das ist unverkennbar. Seitdem ist sachliche Beurteilung nicht mehr erwünscht, werden Waffenlieferungen als Friedenspolitik hingestellt, sind Diplomatie und Verhandlung angeblich wirkungslos, sind russische Nachrichtenkanäle in unseren Land blockiert, wird die Friedensbewegung missbraucht um gegen andere Länder zu hetzen und ist allgegenwärtig stets von einem "Angriffskrieg" die Rede.
Gegenpositionen und Debatten scheint es nicht mehr zu geben und sogar kritische Stimmen müssen zuerst erklären, dass es sich in der Ukraine um einen "Angriffskrieg" und einem "völkerrechtswidrigen Überfall" handelt, bevor sie in den großen Medien, wie etwa dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ein wenig Kritik im Detail äußern dürfen.
Wie kann es sein, dass in allen gesellschaftlichen Bereichen der Ukrainekrieg gleichförmig als "Angriffskrieg" betitelt wird. Diese Wortwahl muss von staatlicher Seite vorgegeben und koordiniert sein. Das ist der Schluss, zu dem man zwangläufig kommt, wenn man die Berichterstattung kritisch und mit wachem Verstand verfolgt.
Im September wurde auf den Nachdenkseiten ein Strategiedokument der Bundesregierung enthüllt, das genau diese Vermutung bestätigte. Die Bundesregierung hat umfassende Konzepte ausgearbeitet und umgesetzt, um Einfluss auf die Medien im Land zu nehmen und sie zu steuern. Den ausführlichen Artikel "Wie die Bundesregierung an einer 'Narrativ-Gleichschaltung' zum Ukraine-Krieg arbeitet" kann man hier nachlesen:
www.nachdenkseiten.de/?p=88618
In einem weiteren Artikel berichten die Nachdenkseiten darüber, dass im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage die Bundesregierung die Echtheit des enthüllten Dokuments auch eingeräumt und damit bestätigt hat:
www.nachdenkseiten.de/?p=89213
In einem Kommentar zum meinem Beitrag Anfang Dezember hatte sich Alexander Lurz geäußert, er würde "in Bezug auf die deutschen Medien keinesfalls von 'Propaganda', oder gar Zensur sprechen". Ich würde gerne wissen, ob ihm dieses Dokument bekannt ist. Und ob er mit dessen Kenntnis immer noch befindet, dass es in den deutschen Medien keine Propaganda geben würde. Vielleicht kann er nächste Woche etwas dazu sagen.