Große Greenpeace Abfrage und Recherche zeigen: Supermärkte setzen weiter auf Billigfleisch. Gut 90 Prozent des Frischfleischs der großen Einzelhandelsketten stammt von Tieren, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden. Sie sind mit der freiwilligen Fleischkennzeichnung Haltungsform 1 oder 2 ausgewiesen. Fleisch aus besserer Tierhaltung der Haltungsform 3 ist so wie gar nicht zu finden und der höchsten Stufe 4, worunter auch Bio fällt, verharrt auf niedrigem Niveau. Das haben haben auch Recherchen von Greenpeace-Ehrenamtlichen in rund 300 Filialen gezeigt. Zudem gibt es immer noch große Lücken bei der Transparenz. Nicht alle Produkte des frischen Schweinefleischs sind gekennzeichnet und auch an der Bedientheke können Verbraucherinnen und Verbraucher in der Regel nicht erkennen wie die Tiere gehalten wurden. Nur in 14 der 16 besuchten Kaufland-Filialen wies eine Kennzeichnung in der Frischetheke auf. Das steht im Gegensatz zu der Aussage von Kaufland gegenüber Greenpeace. Insgesamt fand Greenpeace nur in 5 Prozent aller besuchten Märkte mit Bedientheke die Haltungsform in der Frischetheke. Der Handel muss jetzt schleunigst aus Billigfleisch aussteigen. Bisher haben nur Lidl und Rewe konkrete Fristen zum Ausstieg aus der schlechtesten Haltungsform 1 angegeben. Diese liegt bei Rewe für Rindfleisch jedoch erst bei 2030. Das ist zu spät. Der Handel ist mit seiner Einkaufspolitik maßgeblich dafür verantwortlich, dass Mensch, Tier und Klima massiv durch die industrielle Fleischproduktion geschädigt werden. Wir fordern die großen Ketten auf, Billigfleisch zügig aus dem Sortiment zu nehmen und Landwirte fair zu bezahlen. Nur dann können Tiere artgerecht gehalten werden.
Den ausführlichen Bericht zum Supermarkt-Check findet ihr hier. https://www.greenpeace.de/abfrage-fleischsortiment