Monika Sandern Greenpeace Ortsgruppe

Wissenschaftliche/meteorologische Erklärung für extreme Wetterphänomene (Kälte, Dürre, Regenfluten) aufgrund des Klimawandels:

Das Wetter im globalen Norden/Nordhalbkugel wird vom Jetstream (Westwind-Zone) bestimmt. Antrieb für den Jetstream ist der Temperatur-Unterschied zwischen Äquator und Nordpol. Die Atmosphäre versucht diese Temperaturunterschiede in Form von Wind auszugleichen. Da die Arktis sich aber doppelt so schnell erwärmt, wie der Rest der Erde, sind die Temperaturunterschiede nicht mehr so stark und deswegen verlangsamt sich der Jetstream.

Das führt dazu, dass sich Wetterlagen (Hoch/Tief) zu lange an einer Stelle befinden und Dürren oder Regenfälle viel zu lange anhalten. Die Luftwellen/Amplituden zwischen den Hoch- und Tiefdruckgebieten werden aufgrund der Verlangsamung des Jetstreams immer länger und bringen u. U. entweder sehr kalte Luft aus der Arktis oder sehr warme Luft aus der Sahara zu uns.

Und das Schlimmste ist:
Die letzten 3 Jahre (2018 - 2020) haben gezeigt, dass insbesondere in der Vegetationsperiode (zwischen April - Oktober) kaum Regen fällt, während es im Winter deutlich mehr regnet. Dies stellt für alle Pflanzen/Wälder ein großes Problem dar!