Hier mal wieder als Anregung für alle, die mögen, ein Leserbrief, den ich breit an alle großen Redaktionen geteilt habe.

Als "therapeutisches Schreiben" habe ich auch noch den Redaktionen den eigentlichen Entwurf zur Kenntnis mitgegeben, der natürlich in der Form nicht veröffentlichbar ist, aber meine Stimmungslage besser widerspiegelt. Viel Spaß damit.

 

 

Leserbrief, zum Abdruck und für die redaktionelle Nutzung freigegeben:

Die aktuellen geopolitischen Krisen und die dadurch ausgelösten Preissprünge bei Öl und Gas führen erneut vor Augen, wie verletzlich eine Energieversorgung ist, die auf fossilen Rohstoffen beruht. Die wirtschaftlichen Folgen treffen nicht nur Unternehmen und Staaten, sondern vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger.
Umso unverständlicher ist es, wenn in der politischen Debatte weiterhin Vorschläge wie Fracking als Lösung präsentiert werden. Das mag auf den ersten Blick entschlossen wirken, trägt aber weder kurzfristig überhaupt zur Entlastung bei noch überzeugt es langfristig ökologisch oder ökonomisch.
Die eigentliche Lehre aus der aktuellen Entwicklung liegt doch auf der Hand: Wer Versorgungssicherheit, stabile Preise und wirtschaftliche Perspektiven will, muss erneuerbare Energien samt Speichern konsequent ausbauen. Wind- und Solarenergie machen unabhängiger von internationalen Krisen, halten Wertschöpfung im eigenen Land und schaffen die Grundlage für dauerhaft bezahlbare Energie.
Neben langfristigen Investitionen braucht es auch kurzfristige Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken und dadurch Marktmechanismen für eine Preissenkung zu nutzen. Ein Tempolimit, mehr Homeoffice und der Abbau klimaschädlicher Subventionen wie der steuerlichen Begünstigung von Flugbenzin wären vernünftige Schritte.
Die Antwort auf Krisen an den globalen Energiemärkten kann nicht sein, alte Abhängigkeiten weiter zu vertiefen. Sie muss darin bestehen, unser Energiesystem schneller, konsequenter und intelligenter auf erneuerbare Quellen umzustellen.



Anmerkung für die Redaktionen:

Die blanke Wut, die mich dieser Tage über das radikale Versagen der Politik global und in Deutschland packt, wäre dem Sinn nach in den folgenden Zeilen richtiger abgebildet. Diese Zeilen schicke ich Ihnen aber nur für die interne Nutzung und damit Ihnen in der Redaktion klar wird, was ich tatsächlich von dieser schrecklichen Lage denke. Aufgrund der kraftvollen Ausdrücke ist dieser Entwurf aber nicht zur Veröffentlichung geeignet und daher auch ausdrücklich nicht dafür freigegeben.

Entwurf, nicht zum Abdruck freigegeben:
Angesichts der geopolitischen Verwerfungen und den damit einhergehenden Preissprüngen für fossile Energie möchte man etliche Leute in der Politik am liebsten schütteln, damit sie endlich ihr Gehirn benutzen.
Weil zwei rechtsradikale Arschlöcher in Washington und Tel Aviv einen Krieg beginnen, hat die ganze Welt mit irrwitzigen Kosten für Energie zu kämpfen. Das kostet weltweit alle Staaten ihre Konjunktur und den Bürgern ihren Wohlstand.
Die rechte Blase korrupter Kreaturen in Berlin fängt als Reaktion reflexartig damit an, Fracking als die Lösung zu präsentieren. Völlig irre, ohne jede Relevanz für jetzt und auf Dauer.
Wer angesichts der geopolitischen Entwicklung noch immer den fossilen Energieträgern das Wort redet, gehört entweder wegen Korruption in den Knast oder in eine geschlossene Anstalt, weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit ist.
Wind und Sonne liefern unabhängig von irren Entscheidungen rechtsradikaler Arschlöcher unentgeltlich auf Dauer günstige Energie. Es gibt also nur eine einzige sinnvolle Reaktion auf der Geschehen an den Weltbörsen für Energie: Jetzt massiv in den Ausbau der Erneuerbaren Energien mitsamt nötiger Speicher zu investieren. Wertschöpfung bleibt im Land, Jobs entstehen und die Energie wird dauerhaft günstig bleiben. Ohne größere Schäden an Grundwasser und Umwelt.
Kurzfristig könnte man den Markt die Preise reduzieren lassen, indem man den Verbrauch reduziert. Dabei helfen Tempolimits, mehr Homeoffice und endlich auch die Streichung der völlig irren Subventionen für Flugbenzin.