Unfassbar, wie die meisten Medien über das Geschenk der EON-Tante Reiche an die Netzbetreiber berichten und einfach die schlichte Lüge weiter verbreiten, mit der Subvention der Netzbetreiber würden die Stromverbrauer entlastet.

Das kann vielleicht in Teilen so kommen, ist aber keineswegs sicher und erst recht nicht, dass viel dieser 6,5 Milliarden beim Verbrauer ankommt.

Daher habe ich heute schon wieder einen Leserbrief an zahlreiche große Redaktionen geschickt.

Wer immer sich animiert fühlt, auch an seine lokalen oder regionalen Medien zu schreiben, darf sich -wie immer- gerne bedienen und den Text oder Teile davon kopieren und sich zueigen machen.

 

 

Hier der Leserbrief:

 

Wirtschaftsministerin Reiche hält eine Märchenstunde ab und die großen Medien plappern unisono brav nach, was die Ministerin an Märchen erzählt.
Würde es der Bundesregierung tatsächlich darum gehen, die Bürger beim Strompreis zu entlasten, hätte sie einfach die Stromsteuer gesenkt. Dafür war aber kein Geld da.

Stattdessen schenkt die Wirtschaftsministerin den Netzbetreibern 6,5 Milliarden pro Jahr und erzählt das Märchen, dass dadurch für die Verbraucher die Strompreise sinken würden.

Blöd nur, dass kein einziger Verbraucher einen Vertrag mit einem Netzbetreiber hat und dadurch alles andere als sicher ist, dass von den 6,5 Milliarden ein spürbarer Anteil beim Verbraucher als Senkung der Stromkosten tatsächlich ankommt.

Bemerkenswert ist aber, dass Reiche bis unmittelbar vor dem Wechsel ins Ministerium für einen Netzbetreiber gearbeitet hat - und voraussichtlich nach dem Ausscheiden aus dem Amt dort auch wieder arbeiten wird. Ein Schelm, wer nun vermutet, dass von den 6,5 Milliarden die eine oder andere Million in ein paar Jahren als Bonus an die verdiente Führungskraft Reiche ausgeschütet werden wird.

Wäre Reiche ehrlich an der Senkung der Stromkosten für die Bürger interessiert, hätte sie die Milliarden nicht so eingesetzt, dass vor allem ihr Arbeitgeber ganz massiv davon profitiert.

Warum die meisten Medien das Märchen von der Senkung der Stromkosten einfach so weiter erzählen, obwohl es absolut unsicher ist, welchen Nutzen die Verbraucher tatsächlich davon haben, wenn die Netzbetreiber 6,5 Milliarden geschenkt bekommen, ist mir gänzlich unverständlich. Das hat mit seriösem Journalismus jedenfals rein gar nichts zu tun, die Märchen einer Ministerin als bare Münze, als Fakt, als Nachricht weiter zu verbreiten. Vielmehr ist es die Pflicht von seriösem Journalismus, die Aussagen einer Ministerin zu hinterfragen, ganz besonders dann, wenn der Zusammenhang eines Milliardengeschenks an eine Branche derartig offenkundig auf der Hand liegt, wie im Fall Reiche/EON.