Greenpeace Kommentar zum Global Report on Internal Displacement 2026

Sonja Hochgesand (Im Urlaub bis einschl. 9.6.26) @Greenpeace e.V. • 13. Mai 2026
in der Gruppe Themengruppe Frieden
Mit über 50 Kajaks, Kanus, Schwimmern und einem schwimmenden Banner setzt die Gruppe internationaler Freiwilliger ein Zeichen dafür, dass die Klimakrise als Fluchtgrund anerkannt werden muss. Auf dem Banner ist zu lesen:"Klimakrise ist Fluchtgrund!“

📊 Der neue Global Report on Internal Displacement 2026 zeichnet ein ernüchterndes Bild unserer Welt

Dieser Text wurde von Greenpeace-Experte Fawad Durrani auf LinkedIn veröffentlicht.

Mehr als 82 Millionen Menschen sind derzeit innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben – der höchste jemals verzeichnete Stand. Millionen Menschen werden jedes Jahr sowohl durch Konflikte und Gewalt als auch durch klima- und katastrophenbedingte Ereignisse zur Flucht gezwungen. 🌍

Hinter diesen Zahlen stehen Familien, die mehrfach fliehen müssen, Gemeinschaften, die sich nach wiederholten Krisen neu aufbauen, und Millionen Menschen, die in anhaltender Unsicherheit leben.

🔍 Einige Erkenntnisse, die mich besonders beschäftigt haben:

  • Konflikte und Gewalt treiben weiterhin großflächige Vertreibungen in vielen Regionen voran. 

  • Klimabedingte Katastrophen entwurzeln Millionen Menschen, insbesondere in vulnerablen Gemeinschaften. 

  • Vertreibung ist längst keine vorübergehende humanitäre Herausforderung mehr, sondern entwickelt sich zu einer strukturellen globalen Krise.

  • Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen müssen zu zentralen Bestandteilen langfristiger Strategien zur Verhinderung von Vertreibung werden. 

  • Staaten müssen Schutzsysteme für Menschen auf der Flucht stärken – durch sicheren Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Frühwarnsysteme, rechtlichen Schutz und resiliente Infrastruktur. 

  • Datensysteme, vorausschauende Planung und internationale Zusammenarbeit sind heute ebenso entscheidend wie die akute Nothilfe. 

Besonders deutlich wird, wie eng diese Krisen miteinander verbunden sind. Konflikte, Klimarisiken, wirtschaftliche Fragilität und Defizite in der Regierungsführung verstärken sich zunehmend gegenseitig. 

Der Bericht erinnert daran, dass Vertreibung nicht nur Bewegung bedeutet – sondern auch Schutz, Klimaschutz, Resilienz, Anpassung und langfristige menschliche Sicherheit.

📍 Hier geht es zum kompletten 2026 Global Report on Internal Displacement.