Die größten globalen Plastik-Verschmutzer

Timo Dreher Greenpeace e.V. • 15 November 2022
in der Gruppe Themengruppe Konsumwende

#BreakFreeFrom Plastic

 

Zum fünften Jahr in Folge hat das Bündnis #BreakFreeFromPlastic mit fast 15 000 Freiwilligen in 44 Ländern 397 Brand Audits durchgeführt.

 

Was ist ein Brand Audit?

Bei einem Brand Audit werden die im Rahmen eines Clean Up Events gesammelten Plastikabfälle untersucht. Dabei werden die Abfälle den verursachenden Unternehmen zugeordnet: Plastikflaschen von Coca Cola, Müsliriegel-Verpackungen von Mondelez und all der andere Müll.

 

Was ist das Ergebnis?

Wenig überraschend ist der größte Plastikproduzent der multinationalen Fast-moving consumer goods (FMCG) Unternehmen auch der größte Verschmutzer: Coca Cola. Und das im fünften Jahr in Folge. Der Bericht analysiert im Detail wie sich dies über die Jahre entwickelt hat, gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Lösungen. Hier gibt es den vollen Bericht (in englisch): Link

 

Was bedeutet das?

Dringender denn je wird das im März beschlossene UN Plastic Treaty benötigt. Denn es zeigt sich einmal mehr, dass die bekannten FMCG-Unternehmen im großen Stil Greenwashing betreiben und ihre vermeintlich nachhaltigen Produkte bewerben, insgeheim jedoch massiv auf den Ausbau der Plastik- und Verpackungsproduktion als Geschäftsmodell setzen. Das UN Plastic Treaty möchte in großem Umfang und bei der Plastikproduktion ansetzend neue Regularien entwerfen. Dies müssen dafür bis Ende 2024 entwickelt werden.

 

Die Folgen

Die zunehmende Verschmutzung und Durchsetzung von Böden und Meeren mit Plastik ist nur ein Teil des Problems. Da Plastik zum überwiegenden Teil aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas besteht, hat es auch einen enormen Beitrag zum Klimawandel. Beim aktuellen Ausbau der Plastikproduktion könnten 2050 13% aller Treibhausgasemissionen auf die Plastikproduktion entfallen. Mehr Infos dazu im Bericht Klimakrise unverpackt.

 

Unsere Forderungen

  • In unserer Petition flächendeckend Mehrweg-Verpackungen als das neue Normal
  • Ein Recht auf Reparatur, um unnötigen Müll zu verhindern
  • 10% an alternativen Angeboten in deutschen Innenstädten: Second Hand, leihen, reparieren statt Neukauf

 

Was kannst du tun?

  • Petition Mehrweg statt Müll hier unterschreiben - und über eure Gruppen-Kanäle streuen. 
  • Geh mit gutem Beispiel voran und kaufe unverpackt ein. Wo das geht siehst du auf der ReUse Revolution Map.
  • Bleib informiert auf unseren Social Media Kanälen: FacebookInstagramTwitter.