Modemarken als Brennstoff

Svenja  Greenpeace e.V. • 14 September 2022
in der Gruppe Themengruppe Konsumwende
Textilmüll Kambodscha

Modemarken als Brennstoff

 

Vom Märchen der grünen #FastFashion - nachhaltige Textilproduktion sieht anders aus! Wie das  Greenpeace Recherche Team Unearthed enthüllte, werden in Kambodscha Reste und Überproduktion aus der Textilherstellung globaler Marken illegal in Ziegeleien verbrannt. (Flammen und Klamotten Emoji) Mit darunter Markenkleidung von Nike, Ralph Lauren oder Michael Kors, die in giftigem Rauch aufgehen. 

Mode ist zur Wegwerfware verkommen, Fashion ist ein Sondermüll Problem - das auf dem Rücken der Menschen im globalen Süden ausgetragen wird. (Mülleimer Emoji). Modefirmen deklarieren ihre Kleidung als nachhaltig, doch in Wahrheit produzieren sie immer mehr, immer schneller billige Plastikkleidung. Die Folge? Kleidung, die kaum oder gar nicht getragen wurde, landet auf Mülldeponien und in unserer Umwelt. Oder sie wird, so wie hier, verbrannt.

 

Eine Arbeiterin verbrennt Textilmüll
Eine Arbeiterin verbrennt Textilmüll

 

Besonders gefährlich ist diese Praxis auch für die Arbeiter:innen an den Ziegelöfen. Sie atmen ohne jede Schutzausrüstung die giftigen Dämpfe und Mikroplastik-Fasern ein, die beim Verbrennen entstehen, da die Kleidung häufig aus Polyester und synthetischem Mischgewebe gefertigt ist, die oft voller schädlicher Chemikalien sind.

 

In Deutschland ist die Vernichtung von Retouren und Neuware jetzt offiziell verboten, jedoch bringt das nichts ohne strafrechtliche Verfolgung. Du willst das mit uns stoppen? Dann unterschreibe unsere Petition Ressourcenschutz ist Klimaschutz. Umweltministerin Lemke muss endlich das Verbot des Zerstören von Textilien und die Transparenzpflicht, was mit Überschussware passiert, durchsetzen. 

 

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👉 Den Bericht von Unearthed findest du hier