Das kannst du jetzt für die Menschen in der Ukraine tun

Svenja  Greenpeace e.V. • 3 March 2022
in der Gruppe Themengruppe Frieden
Peace Demonstration Berlin

NO WARTäglich erreichen uns neue schreckliche Nachrichten und Bilder aus der Ukraine. Das Leid der Menschen ist schier unerträglich. Familien, die getrennt werden, Frauen und Kinder auf der Flucht ohne Gewissheit, wo die Reise hingehen wird, und die Angst um Leib und Leben. Wir alle sorgen uns um das Schicksal der Menschen und fühlen uns ohnmächtig in diesem Geschehen.

Es gibt schon zahlreiche Initiativen und Plattformen, die Unterstützung für Geflüchtete anbieten, Sachspenden sammeln oder Solidaritätsaktionen organisieren. Wir haben für euch eine Übersicht aller Möglichkeiten, den Menschen aus der Ukraine zu helfen, erstellt und möchten euch die Möglichkeit geben, euch hier auszutauschen. 

Wie engagiert ihr euch in eurer Stadt? Welche Ängste und Sorgen habt ihr? Teilt eure Erfahrungen, Ideen oder Sorgen unten in den Kommentaren ??. Bitte nenne in deinem Kommentar deine Stadt/ welches Angebot und wenn möglich einen Link. Wir pflegen deine Tipps auf dieser Seite ein.

 

??  So kannst du helfen  ??

 

 

1. Unterkunft für Menschen aus der Ukraine 

Staatliche Unterkünfte werden oft von den jeweiligen Landesämtern oder Stadtbehörden organisiert → hier kannst du dich sowohl für die Suche nach Unterkunft, als auch für die Nachfrage, ob Bedarf an privaten Unterkünften besteht, hinwenden.

Private Unterkünfte: Die aktuell wichtigste Plattform für die private Vermittlung von Unterkünften findet sich hier. 
Ein europaweites Netzwerk zur Hilfe von Kriegsflüchtigen, darunter auch Unterkünfte und Infos findet ihr hier.

Lokal organisierte Unterkünfte: viele Städte und Kommunen, sowie Hilfsorganisationen organisieren lokale Unterkünfte, es lohnt sich jeweils ein Blick auf deren Webseiten, ein Anruf bei den Behörden (beispielsweise Landesamt), sowie Lokalzeitungen.

? Auf der Seite des BMI findest du schnell Antworten zur Einreise aus der Ukraine: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/ministerium/ukraine-krieg/faq-ukraine-artikel.html

 

 

2. Solidarisiere dich mit den Menschen in der Ukraine

#DeineStimmefürFrieden Solidarität im Netz kann sich rasend verbreiten. Viele User:innen teilen ihre Gedanken und Gefühle über Twitter, Facebook und Instagram und nutzen die Hashtags #PrayForUkraine, #WeStandWithUkraine oder #StopWar.

Du kannst dich außerdem bei Friedensaktionen und Friedensdemos in deiner Stadt beteiligen.

? Dein Kerzenlicht für Frieden! ?Shine light on Peace Gat

Mach mit bei der Friedensmahnwache und shine a light on Peace! Am Sonntag, den 6. März wollen wir bundesweit ein Zeichen für Frieden setzen. Komm zu einer Mahnwache in deiner Stadt und bring ein Kerzenlicht mit. Mehr Infos dazu findest du hier.

 

 

3. Sachspenden

Wenn du spenden möchtest, solltest du dich vorher informieren, welche Art von Spende erwünscht ist und Sammelstellen nicht ungefragt mit Sachspenden überraschen. 
Einige Organisation wie die Caritas nehmen derzeit keine Sachspenden an.

Ukrainische Vereine deutschlandweit sammeln Sachspenden, Beispiele:

Am einfachsten kann die Verteilung von Sachspenden regional organisiert werden
Informationen findest du auf den Webseiten der einzelnen Städte und Kommunen 
Du weißt, wo in deiner Stadt was gesammelt wird? Dann schreibe es unten in die Kommentare ???.

 

4. Geldspenden

Wo kann ich spenden, damit das Geld auch wirklich ankommt?

Die Spendeninformationen der DZI gibt dir wertvolle Hinweise: http://www.dzi.de/spenderberatung

Generell gilt: Mit Geldspenden kann flexibel reagiert werden, während Sachspenden genau koordiniert werden müssen.

 

 

5. Faktencheck 

Bei der sich ständig veränderten Lage ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, welche Informationen stimmen und welche nicht. Deshalb haben wir hier ein paar Tipps für dich gesammelt:

  • Informiere dich über deine Quellen und hinterfrage Informationen, bevor du sie selbst verbreitest. Zum Beispiel geben auf der Seite Ukraineverstehen.de Osteuropa-Expert:innen einen Überblick über die aktuelle Lage. 
  • Generell: wenn du Material siehst, dass zum Beispiel starke Emotionen hervorruft: googlen bevor du es teilst - häufig wurde das dann schon gecheckt.
  • Faktchecking Angebote sind etwa: Corrective, Faktenfuchs vom BR, Tagesschau Faktenfinder, Mimikama
  • wenn es gar keine weiteren Quellen zum Thema gibt, sei lieber vorsichtig
  • Artikel/ Websites: Autor recherchieren, hat die Website ein Impressum? Bei einer deutschen Seite sollte auch Adresse in De sein.
  • URL anschauen: ausschließen, dass es sich um ein Fake einer bestehenden Website handelt →  z.B. falsche Endung?
  • SoMe Accounts: wurde vorher schon was gepostet? Gibt es (viele) Follower? Wer folgt dem Account? →  fällt dir irgendwas komisches auf?
  • Bilder überprüfen mit Bildersuche bei Suchmaschinen: verwende am besten auch mehrere Suchmaschinen →  gutes Tool ist auch tineye
  • noch mehr Infos zum Faktencheck findest du auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung

 

6. Psychologische Hilfe

Besonders Menschen mit Familie in betroffenen Gebieten sind gerade psychologischen Belastungen ausgesetzt. Dafür wurden Initiativen gestartet, die telefonische und digitale Gespräche anbieten. So bietet die Initiative Krisenchat kostenlose psychologische Beratungen per Chat an und sucht dringend nach Psycholog:innen, die Russisch und Ukrainisch sprechen. Psychologische Angebote vor Ort werden zudem von weiteren Organisationen wie Help und den Maltesern angeboten.

 

 

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