Waldzerstörung stoppen – Artenvielfalt retten!

Worum geht es?

Täglich sterben mehr als 100 Arten aus. Um das Artensterben zu stoppen, müssen wir sofort aufhören, die Natur immer weiter zu zerstören. Das gilt besonders für die letzten Urwälder unserer Erde. Leider wird auf allen Kontinenten Wald zerstört, mit fatalen Folgen für Klima, Menschen und Tiere. Das wollen wir ändern – hilfst du mit?

Tierbild

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E-Mail-Aktion für ein starkes EU-Gesetz

🌈 Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz soll Produkte aus Naturzerstörung auf dem EU-Markt verbieten. Mitte September stimmt das EU-Parlament darüber ab, mit welchem Gesetzesvorschlag sie in die anschließenden Verhandlungen mit der EU-Kommission und den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten gehen.

👉 Damit sich die zuständigen Politiker:innen für ein lückenloses Gesetz einsetzen, erinnere sie mit einer E-Mail an ihre Verantwortung und sage ihnen deine Meinung.

links zerstörter Wald, rechts ein Sojafrachter

Werde Teil unseres animierten Protest-Videos

Bei deinem letzten Festival hast du Greenpeace unterstützt und eines der Bilder für unser animiertes Protest-Video für einen weltweiten Waldschutz zum Leben erwerkt und mit Farben beschenkt?

Vielen Dank dafür! 💚🌳🌲🌈🎬

Wie du jetzt dein Kunstwerk im fertigen Animationsvideo wiederfindest und wann und wo wir das Video einsetzen kannst du hier weiterlesen.

Bild aus animierten Protest-Video

 

aktuelles Thema: Es brennt im Amazonas-Regenwald 🔥😥💥

Es ist traurige Gewißheit: Auch in diesem Jahr verlieren wir unwiderbringlich große Regenwaldflächen im Amazonas. Dieser Mai hatte die meisten Amazonas-Brände seit 2004, wie die Satellitendaten des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung (INPE) belegen. 😥

Poster Amazonasverlust Vergleiche

Durch unseren Konsum fachen wir die Feuer 🔥🔥🔥 im Amazonas-Regenwald mit an.

Wenn es um die Waldzerstörung in Brasilien geht, haben viele von uns direkt die Rinderzucht, Sojaplantagen oder auch Zuckerrohr im Kopf. Aber wer denkt dabei schon an 🌽 Mais 🌽

Dabei hat sich der Maisverbrauch in Brasilien in den letzten zwei Jahrzehnten fast verdoppelt. Brasiliens große Geflügel- und Schweinefleischproduktion 🐔🐷 verbrauchen jedes Jahr den größten Teil der Maisernte, denn das Getreide macht etwa 60 Prozent des Futters aus.

Mittlerweile ist Brasilen zum weltweit größten Exporteur von Hühnerfleisch und zum viertgrößten Exporteur von Schweinefleisch geworden. Die große Nachfrage nach Soja und Mais für die Fütterung übt einen erheblichen Druck auf die Ausweitung der Anbauflächen aus. 💥 Das wiederum heizt die Nachfrage nach neuen Anbauflächen an, die leider bis dahin oft bewaldet waren.

Dazu kommt, dass zunehmend Mais im Tank ⛽ landet. Denn Mais dient als Grundlage für die Herstellung von Ethanol und mittlerweile geht schon mehr als 5 Prozent der Maisernte in die Herstellung von Agrosprit.

Wir haben bereits berichtet, warum Soja ein Treiber der Waldzerstörung in Brasilien ist. Das aber Mais größtenteils im Futtermittel landet, ist weniger bekannt. Mittlerweile verfüttert Brasilien fast drei mal so viel Mais an Tiere wie Soja.

Die nachfolgende Grafik belegt eindrücklich nicht nur die 👉 Anteile der beiden Agrarrohstoffe an den Futtermengen Brasiliens, sondern auch, wo diese eingesetz werden.

Futtermittel verteilung

 

🌈🌳🌲💚

Hier findest du Anregungen, wie du direkt etwas für
den Schutz der Wälder und der Biodiversität tun kannst. 

Song for the Amazon

31 bekannte brasilianische Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Musikrichtungen und Generationen zusammengetan und insgesamt sieben Monaten am 🌳💚🌈 Song for the Amazon 🌈💚🌳 gearbeitet.

Der Song wurde zur Globalen Aktionswoche für Amazonien 2021 veröffentlicht.

 

 

Was kommt als Nächstes?

In beinahe jedem zweiten Produkt heimischer Supermarktregale ist Palmöl 🌴 zu finden. Doch die Produktion dieses Alleskönners hat einen hohen Preis:

Bei der konventionellen Palmölherstellung werden riesige Regenwaldgebiete in Indonesien zerstört und der Klimawandel angeheizt. 💥

Indonesien verfügt nach Brasilien und dem Kongobecken über die weltweit größten Regenwälder. Etwa 10 bis 15 Prozent aller bekannten Arten an Pflanzen, Säugetieren und Vögeln leben dort. Die Torfböden, auf denen viele Regenwälder des Inselstaates wachsen, speichern enorme Mengen Kohlenstoff. 

Palmöl ist das weltweit bedeutendste Pflanzenöl. Über die Hälfte des weltweit produzierten Palmöls stammt aus Indonesien. Indonesien und Malaysia sind die bedeutendsten Produktionsländer. 

Ölpalmen
© Ulet Ifansasti / Greenpeace

 

Auf was können Verbrauchende achten, um Produkte zu meiden, in denen Palmöl aus Waldzerstörung stecken kann? Und was muss die Politik tun, um die Wälder in Indoniesien besser zu schützen? Diesen Fragen gehen wir bei unserem nächsten Schwerpunktthema nach.

Das war das Thema im Mai und Juni: Sojaanbau im Cerrado

Für Sojaplantagen wird die artenreichste Savanne der Welt, der brasilianische Cerrado, zerstört. 😥😣😤

Das einzigartige Ökosystem des 📢 Cerrados liegt fast vollständig in Brasilien, wobei ein kleiner Teil bis in den Nordosten Paraguays und den Osten Boliviens reicht. Hier leben viele besondere Tier- und Pflanzenarten, von denen einige an keinem anderen Ort der Welt zu finden sind. Etwa 5 Prozent aller Arten ❗ auf dem Planeten finden hier eine Heimat!

Doch mittlerweile ist über die Hälfte des Cerrado-Ökosystems zerstört 😱. Die Flächen werden jetzt zum Anbau von Soja und für Rinderfarmen 🐄 genutzt. Das meiste Soja und Rindfleisch, dass im Cerrado produziert wird, ist für den Export bestimmt, auch nach Europa! 

Warum der großflächige Sojaanbau die Ökoysteme im Cerrado immer weiter zerstört und was das mit unserem Konsum in Europa zu tun hat, ist im derzeit unser Schwerpunktthema.

Es gibt viele Mythen rund um Soja, einige davon nehmen wir genauer unter die Lupe 🔍. 

Jede und jeder kann direkt für einen besseren Schutz des Cerrados aktiv werden. Für eine lebenswerte Zukunft müssen wir natürliche Ökosysteme schützen. Lasst uns die Erde endlich so behandeln, als hätten wir vor, hier leben zu bleiben. 🌈🌳💚

Das war das Thema im April: Côte d'Ivoire und Kakaoanbau

 
Die Côte d'Ivoire ist nach dem Waldelefanten benannt 🐘, auch wenn diese heute nur noch in Reservaten anzutreffen sind. 😥 Das Elfenbein ihrer Stoßzähne war in der Vergangenheit das wichtigste Exportprodukt des Landes. 

In Côte d’Ivoire sind mittlerweile fast die Hälfte der ursprünglichen dichten Wälder und Baumsavannen vernichtet 💥, die ungefähr ein Drittel der Landesfläche bedeckten. 

Der Großteil der Einnahmen des Landes stammt derzeit aus dem Export von Kakao und Kaffee. So ist Côte d’Ivoire einer der größten Kakao-Exporteure der Welt, seit den 1960er Jahren wurden große Flächen des Regenwaldes unter anderem für die Anlage von neuen Kakao-Plantagen zerstört.
 

Das war das Thema im März: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“

Laut unseres Plans wollten wir an dieser Stelle im März über die Bedrohung der Wälder in der Côte d'Ivoire durch den Kakaoanbau berichten.

Aber dann hat Russland am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. 

Wir sind tief erschüttert über die Ereignisse in der Ukraine. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die dort um ihr Leben fürchten, Angehörige verlieren und aus ihren Häusern vertrieben werden. Dieser Konflikt ist sowohl für die Menschen in der Ukraine als auch für die Menschen in Russland eine Tragödie.

Greenpeace lehnt kriegerische Konflikte aller Art ebenso ab wie Bombentests und Waffenexporte. Kriege und kriegerische Konflikte bringen unendliches Leid über die Menschen. Egal ob in einem internationalen Konflikt oder einem Bürgerkrieg, konventionell oder atomar, mit Drohnen geführt oder über Stellvertreter ausgefochten: Krieg heißt Tod und Gewalt, Angst und Unsicherheit und setzt menschliche Regeln und Gesetze außer Kraft. Es gibt keinen gerechten, es gibt keinen guten Krieg. Ein Leben in Selbstbestimmung, Sicherheit und Würde ist so nicht möglich.

Im März werden wir als Greenpeace alle unsere Kräfte bündeln, um uns für den Frieden und gegen den Krieg stark zu machen.

„Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, (Willy Brandt)

No War

Das war das Thema im Februar: Kamerun und Kautschuk

In Kongobecken findet sich das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde, es ist 4 mal so groß wie Deutschland . Die Regenwälder dort beheimaten unzählige Tier- und Pflanzenarten und weisen eine 📢 einzigartige Biodiversität auf.

Auch der Flachlandgorilla gehört zu den dort heimischen Tieren. Leider ist die Art mittlerweile vom Aussterben bedroht ❗. Kautschukplantagen sind in Kamerun eine Bedrohung für die Regenwälder. Rund 70 % des weltweit gewonnenen Kautschuks werden für die Herstellung von Autoreifen 🚗 verwendet. 

Aber was hat das jetzt alles mit uns zu tun? Und was können wir für die Wälder in Kamerun tun? Diese und andere Fragen beantworten wir im Februar auf Facebook, Instagram und hier auf Greenwire.

Das was das Thema im Januar: Wälder und Biodiversität

 

Ist das Artensterben wirklich so schlimm und was hat das mit Waldschutz zu tun?
Und ist Artenschutz eigentlich das gleiche wie Klimaschutz? Diese und andere Fragen beantworten wir im Januar auf Facebook, Instagram und hier auf Greenwire.

Anschließend nehmen wir jeden Monat eine Waldregion der Erde in den Blick:
Die Menschen und Tiere dort, die Bedrohungen und wie du aktiv werden kannst.

Möchtest du noch mehr tun?

Biodiversität spielt nicht nur für die Wälder unserer Erde eine wesentliche Rolle.
Auf Greenwire findest du u.a. auch viele Infos rund um die Themen Meere und Landwirtschaft. 

Tritt diesen Gruppen bei, um immer informiert zu bleiben, dich mit anderen auszutauschen und keine Mitmachmöglichkeiten zu verpassen!